Queerfeministische Waffe gegen postmodernes Unbehagen – die muslimische Frau
Text: Juliane Beer USA, 21. Januar 2017, erster Tag nach Amtseinführung von Donald Trump: zahllose Frauen gehen in Washington auf die Straße, um ihrer Abneigung gegen den neuen Präsidenten Ausdruck zu verleihen. Initiiert hatte die Aktivistin Teresa Shook diese Demo bereits im November 2016 über einen Facebook-Aufruf. Unter anderem wurden die Teilnehmerinnen dazu ermuntert, als Erkennungszeichen der Bewegung sogenannte pussy hats zu tragen, rosa Strickmützen, die man als albern bezeichnen kann, die jedoch, wie sich wenig später herausstellte, das Harmloseste der Veranstaltung bleiben sollten. Es folgten weitere Demos gegen Trump, an denen tausende Frauen teilnahmen, schließlich entstand das Women’s-March-on-Washington-Event. So weit so gut. Ein Event, das so populär wird, braucht gute Organisation. Also bildete sich zu diesem Zweck ein Team aus Vanessa Wruble, Tamika D. Mallory, Carmen Perez, Linda Sarsour und Bob Bland. Mindestens Linda Sarsour war bereits zu diesem...