Mir ist kein Opfer zu groß, das die anderen für mich tun können
Text Juliane Beer Im Mai 2019 nahm der Bundestag den Antrag „BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten – Antisemitismus bekämpfen“ der Parteien CDU/CSU, Parteien SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen an. Die Union, die SPD, die FDP sowie PolitikerInnen von Bündnis 90/Die Grünen und der fraktionslose Mario Mieruch stimmten für den Antrag. Die Linksfraktion stimmte fast geschlossen dagegen, ebenso einige Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen. Die AfD-Fraktion enthielt sich, ebenso ein paar wenige Abgeordnete der Linksfraktion und der Grünen. Sogleich hob in den sozialen Netzwerken das Lamento an. Deutsche BDS-AnhängerInnen und -SympathisantInnen gerierten sich als Opfer eingeschränkter Meinungsfreiheit. Was die Unterdrückten übersehen hatten: Der Beschluss des Bundestags besagt lediglich, dass kein Steuergeld/Räume für BDS-Veranstaltungen bewilligt werden. Veranstaltungen, auf denen dazu aufgerufen wird, gegen Menschen mit dunkler Hautfarbe, Homosexuelle oder...