Schriftliche Anfrage zum Wahlkampfauftakt vor dem Brandenburger Tor
Sehr geehrter Herr Dr. Adler, das "Solidaritätsbündnis Israel" hat die Veranstaltung am 20. Mai vor dem Brandenburger Tor ganz sicher aus bester Absicht organisiert. Die Frage, warum Jüdinnen und Juden eine Veranstaltung gegen Antisemitismus organisieren und dazu nichtjüdische PolitikerInnen einladen ( zu denen ich gleich komme) lasse ich hier außer Acht. Normal wäre es, wenn nichtjüdische PolitikerInnen eine Veranstaltung gegen Antisemitismus organisierten und dazu Jüdinnen und Juden einladen würden, bzw. MuslimInnen dies, gerade nach den Vorkommnissen am vergangenen Wochenende, täten. Aber was ist in Deutschland schon normal. Wenn man also schon meint, die Party ausrichten zu müssen, ist es für mich schwer nachvollziehbar, warum u.a. solche RednerInnen eingeladen werden, die oder deren Parteien an fragwürdigen UN-Resolutionen nichts auszusetzen haben, sich enthalten, wenn es im Bundestag um die in Teilen antisemitische Bewegung BDS geht, auf online-Veranstaltungen an ...