Die Grünen – eine Öko-Partei?
Text: BG
Für eine Wahlanalyse ist es noch
viel zu früh. Aber wenn die Annahme richtig ist, dass die Wahlen zum
Europa-Parlament stark von der „Fridays for Future“-Bewegung und dem Rezo-Video
beeinflusst wurden, also sprich von Erst- und JungwählerInnen, und die Grünen diejenigen sind, die davon
profitieren, die Hamburger Grünen vorneweg, dann liegt da ein gewaltiges
Missverständnis vor.
Wer glaubt, die Grünen seien
eine Öko-Partei, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Die Hamburger Grünen haben schon
in den 1990ern, als die gemeinsam mit der SPD die erste rot-grüne
Landesregierung in Hamburg bildeten, gezeigt, dass sie für ein paar Senatorensessel jede Kröte zu schlucken bereit sind. Sie
haben gemeinsam mit der SPD den Ausbau der Start- und Landebahn des Airbus-Flughafens
sowie der Errichtung des Werkes in Finkenwerder durchgezogen. Dafür musste ein
Vogelschutzgebiet zugeschüttet werden.
Durchgesetzt wurde das Projekt Airbus
übrigens mit der Drohung, Grundstücke zu enteignen, um die EigentümerInnen zum
Verkauf zu zwingen.
Kurze Zeit später wurde die rot-grüne
Regierung auf Bundesebene gebildet. Kaum waren sie im Amt, stiegen die
Rüstungsexporte drastisch an. Eine der ersten Amtshandlungen war die Übergabe
des Kriegsschiffs „Salıh
Reis“ an die damalige türkische Regierung. Die Fregatte wurde zum Flagschiff
der türkischen Marine.
Im März 1999 machten sie –
wieder gemeinsam mit der SPD – die aktive Teilhabe der Bundeswehr am Krieg salonfähig.
Mal abgesehen von Tod, Leid und Trauer, die – nicht nur – der Krieg für die
Menschen im ehemaligen Jugoslawien mit sich brachte, ging damit
Umweltzerstörung unvorstellbaren Ausmaßes einher. In Jugoslawien wurden 10 – 15
t abgereichertes Uran, sogenannte DU-Munition eingesetzt. Über die Folgen für
Mensch und Umwelt spricht heute kaum noch jemand.
Ebenfalls gemeinsam mit der SPD
leiteten die Grünen den größten sozialen Kahlschlag nach 1945 ein. Die Folgen
bekommen nicht nur die Betroffenen zu spüren, sondern auch damit geht
Umweltzerstörung einher, u.a. weil ein großer Teil der Bevölkerung gezwungen
ist, Dinge zu kaufen, die unter desaströsen Bedingungen produziert werden.
Desaströs für diejenigen, die die herstellen, aber eben auch für die Umwelt.
In Schleswig-Holstein, wo der
Grüne Super-Robbi Umweltminister war, wird immer wieder in einzelnen Gemeinden
davor gewarnt, das Wasser aus der Leitung zu trinken, ohne es vorher
abzukochen. Die dortige Landwirtschaft sorgt zunehmend dafür, dass das
Grundwasser so stark mit Keimen belastet ist, dass es untrinkbar wird.
Ebenfalls in Schleswig-Holstein
muss nicht nur aus dem Meer, sondern auch aus Flüssen tonnenweise Plastik
gefischt werden.
Wenn ich die Umweltsünden in
Hamburg aufzählen wollte, dann wäre ich bis Pfingsten beschäftigt. Auch hier sind
sie an der Landesregierung beteiligt.
Es war die Grüne Claudia Roth,
die sich untertänigst verschleierte beim Staatsbesuch im Iran.
In Schleswig-Holstein sind es
die Grünen, die ein Gesetz für ein Verbot der Vollverschleierung an den Unis blockieren.
Was also habt Ihr an den Grünen
nicht verstanden? Oder wollt Ihr Euch alle ´nen Tschador kaufen, damit Ihr das Elend
nicht mit ansehen müsst?
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