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Es werden Posts vom August, 2021 angezeigt.

2G – Gesundheit oder Gehorsam?

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   Text: Birgit Gärtner In Hamburg dürfen Gastro- und Kulturbetriebe seit dem 29. August 2021 zwischen zwei Modellen wählen: 3G (Geimpft, Genesen, Getestet) mit, oder 2G (Geimpft, Genesen) ohne Abstandsregeln. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist ein eher leiser Vertreter unter den Corona-Regenten. Doch fast unbemerkt fährt er einen harten Kurs: Im Frühjahr 2021 40 Tage Ausgangssperre, jetzt erhöht er den Impfdruck – von hinten, durch die Brust ins Auge. 2G heißt das neue Zauberwort: Geimpft und Genesen. Angeblich bekommen die Hamburgerinnen und Hamburger mit der G2-Option mehr Freiheiten. Schon; aber nur, wenn sie dem erklärten Willen der Regierung folgen und sich impfen lassen. Angesichts dessen stellt sich die Frage: Geht es um Gesundheit oder um Gehorsam? In der Hansestadt könnte es in Restaurants, Kinos, Theatern oder Clubs demnächst wieder voll werden: Nach anderthalb Jahren rigorose Beschränkungen und zeitweilige, bzw. dauerhafte Schließu...

Que(e)rverbindungen - Die neue Sehnsucht nach Gefügigkeit

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  Industrie 4.0, der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie in Produktion und Dienstleistung, macht menschliche Arbeitskraft zunehmend überflüssig. Um das daran noch nicht gewöhnte Individuum zu beschäftigen und ruhig zu halten wird in westlichen Staaten „Anderssein“ staatlich gefördert und finanziert. Judith Butlers und Theordor W. Adornos Traum von einer Gesellschaft, in der „jeder ohne Angst anders sein darf“ ist Realität geworden. Genderfluide ProfX werden angestellt, um den überzähligen akademischen Nachwuchs zu bespaßen. Jeder Variante des menschlichen Hauttons wird eine Anti-Hass-Kampagne inklusive Posten und Aufstiegsmöglichkeiten spendiert. Denen, die aus welchen Gründen auch immer in Phasen der Orientierungslosigkeit stecken, werden Operationen an den Geschlechtsteilen als Allheilmittel angedient. Heraus kommt eine „queere“ Bewegung, der Anderssein zum Selbstzweck geworden ist und die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Haltung gegeneinander in S...

Wie Corona mich zur Versagerin machte

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    Text: Birgit Gärtner Impfung, bislang reine Privatangelegenheit, wird zum entscheidenden Faktor für die gesellschaftliche Teilhabe; plötzlich darf ich nicht mehr mitspielen – und will es auch gar nicht  In den 1960er und 70er Jahren wurde nicht lange gefackelt: Die Impfungen wurden in der Schule verabreicht, die Kinder standen in der Schlange und eines nach dem anderen bekam den berühmten Teelöffel Zucker – wenn es gut lief – oder   – wenn es schlecht lief – den Arm aufgeritzt. In der tiefen ostwestfälischen Provinz, in der ich aufgewachsen bin, stellte das niemand in Frage. Auch nicht in meinem Fall, obwohl ich regelmäßig anschließend mit massiven gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte und mich nur mühsam erholte. Lediglich ein anaphylaktischer Schock nach der Vergabe von Penicillin in meiner frühesten Kindheit führte dazu, dass eine Allergie diagnostiziert wurde, die Impfkomplikationen wurden schlicht ignoriert. An eine Impfung erinnere ich mich, weil ...