Hyperaktive Missionare
Die Ahmadiyya Muslim Jama´at (AMJ) will den Islam über die Welt bringen –
allein
in Deutschland sollen 100 Moscheen errichtet werden
In Pakistan werden die Mitglieder der Ahmadiyya von aufgebrachten
Gottesfürchtigen brutal als Abtrünnige verfolgt. Dass das kein Spaß ist,
darüber kann die Weltöffentlichkeit sich derzeit im Fall Asia Bibi ein Bild machen.
Trotzdem ist auch die AMJ dem Spektrum des fundamentalen Islams zuzurechnen:
Sie wollen – binnen 300 Jahren – die ganze Welt islamisieren, sozusagen ein
weltweites Kalifat errichten und darin das Schariarecht installieren. Nach
innen wird der Anspruch auf Weltherrschaft mit Druck und Gewalt geltend
gemacht. Die Mitglieder „verpfänden“ sich an die Sekte und – was vermutlich
noch wichtiger ist – einen Teil ihres Vermögens und Einkommens. Selbst
Erwerbslose oder Asylsuchende müssen 1/16 ihrer Einkünfte abführen. Der strenge
Verhaltenskodex, dem die Mitglieder in diesem feudalistischen System
unterworfen sind, führte in Hessen zu einem Ehrenmord. Trotzdem wurde die AMJ
dort 2013 als „Körperschaft öffentlichen Rechts“ und somit offiziell als Glaubensgemeinschaft
anerkannt. Die Freie und Hansestadt Hamburg folgte diesem Beispiel 2014.
Kritische Stimmen wie Sabatina James oder die hessische LINKEN-Politikerin
Samina Khan warnen vor Kooperationen und Zusammenarbeit mit der AMJ.
Häufig wird die Gemeinschaft als „Sekte“ bezeichnet. Das mag die AMJ gar nicht,
weshalb sie aktuell die islamkritische Publizistin Necla Kelek verklagt.
Anfang des 20. Jahrhunderts spalteten sich die 1989 gegründeten „Ahmadiyya
Musalmans“ in Ahmadiyya Muslim Jama´at (AMJ) und Ahmadiyya AndschumanIschat-i-Islam Lahore (AAII oder auch Lahore-Ahmadiyya). Gründer der
Ahmadiyya, Mirza Ghulam Ahmad, der in Qadian im britisch-indischen Staatsgebiet
geboren wurde und in Lahore (im heutigen Pakistan) starb, betrachtete sich als
Prophet. Dieser Ansicht folgte die AAII nicht, die ihren Hauptsitz nach Lahore
verlegte und seit 1928 eine Moschee in Berlin Wilmersdorf betreibt. Die im
Vergleich zur AMJ zahlenmäßig sehr kleine Gemeinde gibt sich weltoffener,
beharrt eigenen Aussagen zufolge nicht so stark auf Geschlechtertrennung wie
die AMJ und fällt in der Öffentlichkeit wenig auf.
Trotzdem waren es Publikationen mit seiner Ansicht nach volksverhetzendem Inhalt, die der Journalist Constantin Schreiber in der Wilmersdorfer Moschee der Lahore-Ahmadiyya fand und die ihn dazu veranlassten, sich in verschiedenen Moscheen in Deutschland kritisch umzusehen. Daraus entstanden der „Moscheereport“ als TV-Sendung sowie das Buch „Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“.
Dem Kalifen widerspruchslos
folgen
Die AMJ gründete 1949 eine Mission in Hamburg, seit 1969 ist ihr Hauptsitz in
Frankfurt. Zahlenmäßig sind sie weitaus stärker als die Lahore-Ahmadiyya, sie
verkündeten 1989, zum 100. Jubiläum der Gründung, 100 Moscheen in Deutschland
bauen zu wollen, 80 sollten es bis 2010 seien, 2006 waren es 20, aktuell sind
es inklusive der geplanten und im Bau befindlichen Projekte etwa 50. Hinzu
kommen 70 Gebetszentren. Schätzungen
zufolge
<<
zählt die Sekte inzwischen 200 Millionen Anhänger in 178 Ländern; in Deutschland soll es 40.000 – 50.000 Anhänger in 244 Gemeinden geben Dabei handelt es sich überwiegend um Asylsuchende aus Pakistan. Es gibt aber auch ca. 200 deutsche Konvertiten. In Berlin soll es ca. 120 Anhänger mit ca. 480 Familienangehörigen geben.
>>
Die AMJ selbst spricht von „vielen zehn Millionen
Mitgliedern in über 204 Ländern“, das sei „weltweit die größte Gemeinschaft
unter den organisierten Muslimen“. „In Deutschland stellt die AMJ mit ihren
etwa 40.000 Mitgliedern eine der größten Gemeinden unter den organisierten
Muslimen dar. Sie unterhält deutschlandweit über 50 Moscheen mit Minarett und
Kuppel und etwa 225 lokale Gemeinden sowie einen TV-Sender und einen Verlag.“
Die Mitglieder müssen den Treueschwur, „bay´a“ leisten (die AMJ spricht von „Baiat“).
Thomas Gandow von der Initiative „Sektenwatch“ kommt zu dem Schluss:
<<
Die Mitgliedschaft wird durch einen vom Gründer festgelegten, schriftlichen Treue-Eid gegenüber dem Kalifen erworben und muß bei Bestimmung eines neuen Kalifen (Erbfolge) diesem gegenüber erneuert werden. Man könnte deshalb von einer feudalistisch strukturierten Religion sprechen.
>>
Oder um es in den Worten MirzaGhulam Ahmads zu sagen:
<<
(...) Kamele sind mit einem Sinn ausgestattet, einander zu folgen und zu gehorchen. Betrachte einmal die Art, wie sie in langen Kolonnen in einer charakteristischen Weise und mit gemessenen Schritten hinter dem Leitkamel hergehen. Du siehst eine lange Reihe von Kamelen, wie sie graziös und ebenmäßig hinter dem Leitkamel hermarschieren, das den Weg kennt und die notwendige Erfahrung der Führerschaft besitzt. (...) Mit anderen Worten, Gehorsam gegenüber dem Anführer ist eine angeborene Eigenschaft der Kamele. (...) Dies schildert die Notwendigkeit eines Anführers unter den Menschen, um soziale und politische Einheit in ihren Reihen aufrechtzuerhalten. (...) Auf ähnliche Weise sollte ein Gläubiger unbedingt seinem geistigen Führer folgen.
>>
Ein Männerverein
Es herrscht strikte Geschlechtertrennung, selbst die prominenteste Vertreterin
der AMJ, Khola Maryam Hübsch,
wurde von ihrem Vater, dem Konvertiten Paul-Gerhard/ Hadayatullah Hübsch, mit
einem Mann seiner Wahl verheiratet.
Bis auf wenige, u.a. besagte Khola Maryam Hübsch, treten in der Öffentlichkeit
selten Frauen auf. Bei dem alljährlichen Treffen, wo Tausende zusammenkommen,
sind nur Männer zu sehen. Constantin Schreiber befragt für sein Buch „Inside
Islam“ Susanne Schröter, Leiterin des „Frankfurter Forschungszentrum Globaler
Islam“ nach ihrer Einschätzung der Ahmadiyya. Sie sagt:
<<
Auch im Hinblick auf die angestrebte Geschlechterordnung, auf das Verhältnis zwischen Männern und Frauen, das angeblich göttlich legitimiert ist, erlebt man beim Lesen der Publikationen unangenehme Überraschungen. […] Sie verfolgt eine geschickte Politik, um trotz der geringen Mitgliederzahl der Gemeinschaft maximalen Einfluss auszuüben. Wenn man Führungspersonen wie Abdullah Wagishauser oder Khola Maryam Hübsch in der öffentlichen Debatte sieht, denkt man, da gibt es kein Problem. Dabei vergisst man, dass die Scharia Teil des Programms ist. Dafür wird geworben, und die soll auch durchgesetzt werden: Schritt für Schritt, angefangen bei der Verweigerung des koedukativen Schwimmunterrichts oder der Verhüllungspflicht für Frauen und Mädchen.
>>
Das Ziel sei, dass die ganze Welt
irgendwann muslimisch werde – „das glauben die Anhänger ganz sicher, das
glauben aber auch Mitglieder anderer muslimischer Organisationen“ (Schreiber,
Constantin, Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird, ECON
Verlag, Berlin 2017, S. 25).
Der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi ergänzt:
<<
Nach innen sind sie sehr konservativ. Sie schreiben ihren Frauen und Mädchen zum Beispiel vor, was sie zu studieren haben. […] Die Gemeinde schreibt den Mädchen vor, welche Fächer sie studieren sollen (ebenda, S. 26).
>>
Die Weltherrschaft des Islams à la AMJ ist das Ziel
Die AMJ werde von einem „Kalifat“
geleitet, so die Aussage auf der Webseite.
Das bedeutet: Sie erheben den Anspruch auf den Islam als Staatswesen, Aufhebung
der Trennung von Religion und Politik, Unterwerfung aller unter den Islam, die
Scharia ist das einzig akzeptierte Normen-, Werte- und Rechtssystem. Die
Scharia ist kein festgelegtes Regelwerk und unterscheidet sich in der Praxis
von Land zu Land. Kern der Scharia ist jedoch immer das islamische
Familienrecht, mit dem die Frauen komplett unterworfen und die Männer an das
System gebunden werden, indem ihnen Macht gegeben wird über Frauen und alle
Männer, die sich nicht den islamischen Regeln konform verhalten, z. B.
Homosexuelle oder „Ungläubige“. So wird auch Druck auf Männer und männliche
Jugendliche ausgeübt, denn sie sind es, die dafür zu sorgen haben, dass die
weiblichen Mitglieder ihrer Familie spuren. Manche werden im wahrsten Sinne des
Wortes durch eine Leiche im Keller an dieses System gebunden.
Das Kalifat der AMJ orientiert sich an den Ursprüngen des Islams und der
Lebensgewohnheiten Mohammeds, es fließen allerdings auch Versatzstücke der
Lehren Mirza Ghulam Ahmads mit hinein.
Nach außen präsentiert sie sich als moderate, liberalisierte spirituelle
Gemeinschaft, verfolgt obendrein. Der Anspruch auf die Errichtung des
weltweiten Kalifats wird zwar intern artikuliert, jedoch in der
Außendarstellung tunlichst unter den Teppich gekehrt. Thomas Gandow nennt das
„esoterische Kluft“: Zwei Gesichter, ein totalitäres nach innen und ein
scheinbar aufgeschlossenes, die demokratischen (Spiel)regeln akzeptierendes,
nach außen.
Dabei ist dieser Anspruch durchaus aktuell und die Gründung der 100 Moscheen
beredtes Zeichen dafür, wie ernst ihnen das Ziel der Errichtung des weltweiten AMJ-Kalifats innerhalb von 300 Jahren auch
heute noch ist:
<<
Die Sekte hat heute den Anspruch, innerhalb von 300 Jahren werde sich die Lehre der Ahmadiyya-Sekte mit ihrem Kalifat sich durchsetzen und die Weltherrschaft erringen. „Die Tage werden kommen, in der Tat sie sind nahe, wenn dies die einzige Religion sein wird. Gott wird außerordentliche Segnungen auf diese Religion und diese Bewegung ausschütten. Er wird jeden zerschlagen, der uns zu stören sucht. Diese Überlegenheit wird bis zum Tage des Gerichts dauern. (Mirza Ghulam Ahmad, Gründer der Ahmadiyya – Zitat n. Anderson: S.181).
>>
<<
Beim ersten Aufstieg des Islams war der Untergang der christlichen Völker nicht
endgültig, aber sein Wiederaufstieg in unserer Zeit wird die vollständige
Verdrängung der Lehrsätze des Christentums herbeiführen.` (Ahmadiyya-Koran, S.
644, Anm. 153).
>>
Dieser Führungsanspruch in Bezug auf den Islam und die ganze Welt wird auch von
den ´Kalifen` der heutigen Ahmadiyya-Sekte vertreten:
<<
Es wird nur eine Religion in der Welt geben und nur einen Führer. (4. Kalif: Rede zur Jahreswende 2000/2001, Weisses Minarett, S.17) Ich bin sicher, dass wenn der Endsieg des Islams kommt – und er wird bestimmt kommen –, dies durch die Ahmadiyya der Fall sein wird. (Mirza Tahir Ahmad 4. Kalif, Freitagsansprache vom 19.04.1996 in London).
<<
Gemeint ist weltliche Herrschaft.
Das problematisiert Abdel-Hakim Ourghi auch in Constantin Schreibers „Inside
Islam“:
<<
Das Bedenkliche ist, dass der Autor (dabei bezieht er sich auf die Broschüre, die Constantin Schreiber in der Lahore-Moschee in die Hände fiel, Anm. d. Verf.) ein islamisches Gesellschaftsmodell als Projekt für die Zukunft sieht. […] Unsere Staatsform Demokratie kommt offensichtlich nicht als Regierungsform in Frage. Es ist schon ein gefährlicher Schritt, dass er diese Alternative für das westliche Europa vorschlägt (Schreiber, Constantin, Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird, ECON Verlag, Berlin, 2017, S. 25 f).
>>
Inside AMJ
Die LINKEN-Politikerin Samina Khan hat
sich intensiv mit der AMJ auseinandergesetzt. Sie schrieb im Oktober 2013 in
einer Facebook-Gruppe:
<<
Wer ist die Ahmadiyya Bewegung und was sind ihre Ziele?
[…]
Es ist jedoch das systematisch gut organisierte, in weiten Zügen an
faschistische Organisationen angelehnte Organisationsmodell, das der Ahmadiyya
ermöglicht eine zahlenmäßig größere Population in europäischen Ländern und
Amerika, Australien, Afrika anzusiedeln.
Die Ahmadiyya ist streng hierarchisch organisiert. Sie hat ein eigenes internes
Instrument von Rechtsprechungen (Qaza). Die, bis vor kurzem verbotene Handschuhehe
im deutschen Recht, ist heute durch das konsequente politische Agieren der
Ahmadiyya und ihren Staus der Körperschaft des Öffentlichen Rechts, ein
Bestandteil des deutschen Rechts. Hier werden, wie bereits im Eid erwähnten,
Versprechungen umgesetzt und Kinder konsequent an aus Pakistan stammenden
Ahmadiyyas verheiratet, damit diese die Population der Gemeinde vergrößern
können. Eine Heirat mit Muslimen oder Andersgläubigen ist streng untersagt und
führt zu einem Ausschluss aus der Gemeinde, der eine soziale Kontaktsperre
folgt. Diese vormoderne Art der Verehelichung stellt dennoch kein Erfolgsmodell
dar. Eine sehr hohe Scheidungsrate ist die Folge.
[…]
Die linke Arbeiterbewegung muss also fortan einen Diskurs führen, der diese
Entrechtung und schleichende Unterwanderung thematisiert. Denn es ist nicht nur
eine Unterwanderung in staatliche Strukturen, es ist auch eine Unterwanderung
der Arbeiterbewegung, die der Arbeiter teuer bezahlen wird.
Durch das Einführen ihres eigenen Rechtssystems in die Rechtsnormen des
deutschen Staates wird eine Struktur zum Rechtsbestandteil gemacht, die keine
demokratischen Ziele verfolgt. Die Ahmadiyya Gemeinde macht keinen Hehl daraus,
dass sie das Kalifat in friedlicher Form in Deutschland einführen möchte. Ihre
Missionierungsbestrebungen umfassen Aktivitäten, die der guten
Öffentlichkeitsarbeit dienen sollen. Das am Ende ihre „freiwillig Hergegeben“
Mitglieder, die ein Leben lang verpflichtet sind ehrenamtliche Dienste in der
Gemeinde zu verüben, teilweise zwangsrekrutiert werden, zeigt die
problematische Seite dieser Gruppierung. Menschen werden legal zu Sklaven
gemacht und in Dienste getrieben, die kommunale Aufgaben sind. Damit wird nicht
nur eine Lohnspirale nach unten unterstützt, es entrechtet mündige Bürger zu Lohnsklaven,
die jeder prekärer Beschäftigung im Dienste ihrer Gemeinde nachgehen müssen.
Eine solche ideologische Haltung ist immer schon schädlich für die
Arbeiterbewegung gewesen.
Abschließend muss noch mal auf die direkten Folgen und Auswirkungen der Ahmadiyya
Bewegung und ihrem politischen Auftreten in der Gesellschaft eingegangen
werden.
Das Einführen des islamischen Religionsunterrichts durch ausschließlich in
ihrer eigenen Hochschule ausgebildeten Religionslehrer stellt einen weiteren
riskanten Höhepunkt in der Erweiterung der Befugnisse einer Gruppe dar, die
politische Ziele anstrebt und ihre Machtansprüche bereits im Herkunftsland
geltend gemacht hat.
Dass die Ahmadiyya als Minderheit unter einer Minderheit in ihren Rechten weit
mehr Ansprüche durchgesetzt hat, als die anderen zahlenmäßig größeren
Organisationen, zeigt ihre konsequente Auftreten in der Verwirklichung ihrer
Ziele und die straffe Organisationsstruktur, welche es bislang Staat und
Kirchen einfacher machte einen Gesprächspartner zu erlangen. Das hierbei aber
eine umstrittene Gemeinde, die politische Ziele verfolgt, Ansprechpartner
wurde, konnte durch das fehlende Wissen über Herkunft und Struktur aus dem
Ursprungsland konsequent ausgeblendet werden.
>>
Nach innen ist die Gemeinschaft demnach ein feudalistisches System, mit
Leibeigenschaft, Frondiensten und unbedingtem Gehorsam. Trotzdem und trotz der
eindrücklichen Worte von Samina Khan („Eine Partei und eine Arbeiterbewegung,
die sich als Antikriegsbewegung sehen, dürfen einen solchen Bündnispartner
nicht annehmen“) – gelten die AMJ als „moderate“ Muslime und auch Linke/LINKE
zeigen sich gern auf Veranstaltungen der AMJ, lassen sich dort „segnen“ oder
laden Khola Maryam Hübsch als Referentin zu linken Tagungen.
Aber wie sagte der 5. (und aktuell amtierende) Kalif Mirza Masroor Ahmad so schön:
<<
Ist bei der Vielfalt der Religionen in Deutschland die Hand des Allmächtigen im Spiel? Und wenn ja, warum ? Vielleicht um die Muslime zu Christen oder die Christen zu Muslimen zu machen? Oder um das friedliche Miteinander der Kulturen zu testen?
>>
Allah nutze das kluge Volk der Deutschen als Basis, um den Siegeszug des Islam im ganzen Westen vorzubereiten. In seiner Freitagsansprache vom 22.12.2006 präzisierte er diese Aussage nochmals: <<
Die Deutschen sind ein Volk der Taten. Wenn die heutigen Ahmadis, insha´Allah, ihre Pflichten auf dem Gebiet des Tabligh [missionarische Werbung] gebührend erfüllen, so werden die Menschen dieses Volkes eine revolutionäre Änderung bewirken.
…
Das deutsche Volk wird mit diesem lebendigen Geist ganz sicher sehr bald den Islam – der selbst zum Stärken dieses Geistes aufruft – akzeptieren.
>>
Die Geschichte der Ahmadiyya
In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es im damaligen Indien „eine
wachsende Mahdi-Erwartung“, soll heißen,
der Glaube an das Erscheinen eines „Rechtgeleiteten“, „Mahdi = der
Rechtgeleitete“ ist im Islam der von Gott gesandte, der in der Endzeit das
Unrecht auf der Welt beseitigen wird.“
Und es erschien Mirza Ghulam Ahmad, der um 1875 behauptete, eben dieser
„Rechtgeleitete“ zu sein. Er hielt sich aber für viel mehr als das, er sagte,
er sei gekommen, alle zu erlösen: Die Moslems, die Christen, die Juden, die
Hindus, …
Sozusagen der ideelle Gesamtmessias – das nenne ich mal gelungene Ökumene, das
erspart der LINKEN sämtliche interreligiösen Dialoge.
Mirza Ghulam Ahmad schaffte es, Anhänger um sich zu scharen, denen er am
4.3.1889 das Treugelöbnis „Bay´a“ abnahm. Das gilt bis heute als Gründungsdatum
der Vereinigung.
Johannes Kandel bezeichnete im EZW-Materialdienst
die „Ahmadiyya Muslim Jama’at (Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft)“ als
<<
eine muslimische Sondergruppe (´Sekte`) aus dem nordindischen Raum. Hier
sammelte der aus dem Dorf Qadian (Provinz Pandschab) stammende Mirza Ghulam
Ahmad (1835-1908) eine immer größer werdende Anhängerschar, die ihm am 4. März
1889 den Treueid (´bay’a`) leistete. Ahmad nahm für sich in Anspruch, ein von Gott
erwählter ´Prophet` zu sein, das ´geistige Ebenbild des Heiligen Propheten`
Mohammed.
Er behauptete, in ihm verkörperten sich die erwarteten Heilsbringer aller
Religionen, d.h. der als Messias verheißene Jesus (Isa), der Hindu-Gott
(Vishnu-Avatar) Krishna sowie der zoroastrische
Mesio Darbahmi (Ahura Mazda, Mazdak). Er sei auch als der von Muslimen
erwartete ´Mahdi` (der ´Rechtgeleitete`) gekommen, um die Menschheit vor dem
Jüngsten Gericht zum wahren Islam zu bekehren.
>>
Johannes Kandel schreibt weiter:
<<
Nach Ahmads Tod 1908 wurde Maulawi Nur ad-Din zu seinem Nachfolger (´Kalif`) gewählt. Das Kalifat gilt den Ahmadis als die ´zweite Manifestation` Allahs.
>>
Er habe den Ahmadi-Muslims das Kalifat zugesprochen, das bis zum Ende der
Zeiten dauern wird. Der ´Khalifatul Masih` (der Nachfolger Ahmads) ist das
geistliche Oberhaupt der Ahmadiyya. Seit dem 22. April 2003 amtiert als fünfter
Kalif der 1950 in Rabwah geborene Hazrat Mirza Masroor Ahmad, ein Urenkel des ´Verheißenen
Propheten` Mirza Ghulam Ahmad.“
Mirza Ghulam Ahmad erhob, so schreibt Gerd Buurmann in der Jüdischen Rundschau, „für sich den
Anspruch, […] der ´Erneuerer des 14. islamischen Jahrhunderts` zu sein.
Dieser Ansicht folgten die Lahore-Ahmadiyya wie eingangs erwähnt nicht und
spalteten sich von der AMJ ab. Vor etwa 100 Jahren kam ein Missionar der AAII
nach Berlin. Von 1924 – 1927 wurde in Berlin-Wilmersdorf die Moschee gebaut und
1928 als erste Moschee in Deutschland eröffnet.
Buurmann schreibt weiter:
<<
Die Wilmersdorfer Moschee wurde zwischen 1924 und 1928 in der Brienner Straße im Berliner Ortsteil Wilmersdorf erbaut. In der Zeit des Nationalsozialismus trat in dieser Moschee der Jerusalemer Großmufti Mohammed Amin al-Husseini als Ehrengast der SS auf. Der Großmufti war in Berlin, um mit Adolf Hitler über die „Endlösung der Judenfrage“ zu sprechen. Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, „judenrein“ haben und weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Judenvernichtung gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, so bald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei.
>>
Allerdings, so Buurmann, habe es auch Vereinsmitglieder gegeben, die aktiv
jüdische Familien gerettet hätten.
Ganz so zufällig war die Lektüre, die durch Constantin Schreiber in der
Wilmersdorfer Moschee entdeckte, dann wohl nicht. Er schreibt:
<<
Ich blättere, während ich der eher belanglosen Predigt zuhöre, in einigen
der ausliegenden Bücher. Die meisten sind auf Englisch verfasst, ein paar
deutschsprachige Flyer liegen auch aus. Darunter eine schmale Broschüre, die
von einer interreligiösen Begegnungsstätte handelt. Ich greife zu dem Buch mit
dem Titel Verheißung Islam und fange an zu blättern. Ich erschrecke von Seite
zu Seite mehr. Im Kapitel „Glaube und Politik“ heißt es einleitend „Gott allein
ist der Gesetzgeber“. Und weiter: „Die Gemeinschaft gründet nicht auf eine
Erklärung der Menschenrechte.“ Der Koran schließe das parlamentarische
demokratische System aus, jede Repräsentation sei Betrug, die Nation eine „westliche
Krankheit“. Weiter fragt der Autor: „Wäre es denn nicht an der Zeit, den Islam
zu treffen?“ Dann könnte man „die wahren Probleme angehen: Glaube und Politik,
Königreich Gottes und Verwandlung der Welt.“ Nicht nur Nation, Gesellschaft und
Gemeinschaft müssten neu gedacht werden, sondern auch die Revolution. „Die
islamische Revolution ist in ihrem tiefen Streben radikal anders als die
westlichen Revolutionen“, da sie einen „Wechsel des Ziels der Gesellschaft selbst“
beinhalte. „Wir wollen einen großen Traum träumen: den Traum, dass die großen
westlichen Nationen … Zentren zur massiven Verbreitung dessen errichten, was der
Islam uns heute bringen kann.“
…
Als ich dann noch den Namen des Autors des Buches googelte, stellte ich fest:
Es handelt sich um den verurteilten französischen Holocaust-Leugner Roger
Garaudy.
…
Roger Garaudy (1913 – 2012) war ein französischer Schriftsteller, Philosoph und
zunächst Kommunist. 1982 konvertierte er zum Islam und trat zunehmend mit
antizionistischen Positionen in Erscheinung. 1986 wurde er mit dem
König-Faisal-Preis für Verdienste um den Islam ausgezeichnet. 1998 wurde er
wegen Leugnung des Holocausts, rassistischer Verleumdung und Anstachelung zum
Rassenhass in Frankreich verurteilt. Das Urteil wurde vom Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt (Schreiber, Constantin, Inside Islam –
Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird, ECON Verlag, Berlin 2017, S. 12
ff).
>>
In einem der Beiträge in der Sendereihe „Der Moscheereport“ kehrte Constantin
Schreiber noch einmal in der Wilmersdorfer Moschee ein, um dort über
Homosexualität zu sprechen. Er wurde freundlich empfangen, aber ihm wurde
deutlich gesagt, dass Homosexualität im Vereinsleben keinen Platz habe. Zwar
seien auch Homosexuelle als Besucher der Moschee willkommen, aber nur solange
sie sich nicht als solche zu erkennen geben. Laut Koran sei Homosexualität
abzulehnen, daran halte sich auch die Wilmersdorfer Gemeinde. Wer aber
homosexuell sei und lediglich dort beten möchte, dem stünde die Tür offen, z.
B. Segnungen von homosexuellen Paaren seien jedoch undenkbar. Samina Khan beschreibt den Werdegang der
AMJ in Pakistan:
<<
Von den Muslimen verachtet und gehasst haben die Ahmadiyya im britischen
Besatzer eine Art Heilsbringer ihrer Gemeinschaft gesehen und wurden fortan
angewiesen dem britischen Imperium Gehorsam und Folge zu leisten.
Diese Opfermentalität hat dazu geführt, dass die Ahmadiyya Bewegung lange Zeit
gegen die Gründung eines Staates Pakistans war und später eben aus diesen
Gründen als Verräter und Kollaborateur mit dem britischen Imperium von der
muslimischen Bevölkerung diskriminiert wurde.
Durch die spätere Unterstützung des pakistanischen Staates, insbesondere der
sozialistischen Partei Pakistan PPP, bekam die Ahmadiyya einen besseren
Stellenwert und mehr Einfluss in Staat und Gesellschaft. Eben dieser Einfluss
war es, der die Ahmadiyya konsequent in der Verfolgung ihrer Ziele, zum
Verhängnis wurde. Bhutto (Zulfikar Ali Bhutto, von 1971 bis 1973
Staatspräsident und anschließend bis 5. Juli 1977 Premierminister von Pakistan,
Anm. d. Verf.), zuvor noch im Wahlkampf unterstützt von der Ahmadiyya, ließ
1974, unter Druck geraten durch Opposition und religiöse Hardliner, nach den
Parlamentswahlen die Gesetze zum Ausschluss der Ahmadiyya aus der muslimischen
Gemeinde ratifizieren. Mehrere einflussreiche Personen, darunter auch etliche
Generäle, die Ahmadiya waren, wurden abgesetzt. Die Ursache für diesen Ausschluss
war der Anspruch des Ahmadiyya Kalifen als Vertreter für die Muslime in
Pakistan zu gelten. Dieser Anspruch lief gegen das Interesse des saudischen
Königshauses, die als Hüter der heiligen Stätten, diesen Anspruch für sich
erhoben und Bhutto aufforderten den Kalifen in seinem Anspruch auf Macht
einzuschränken. Pakistan war zu dem Zeitpunkt vollständig abhängig vom Öl der
Saudis und so wurden politische Machtansprüche und wirtschaftliche Interessen
miteinander verknüpft.
Der im selben Jahr begangene Anschlag von einigen Mitgliedern der Ahmadiyya
Gemeinde auf einen Zug in der Stadt Rabwah, gab der bereits schwelenden
Abneigung gegen diese Gruppierung Auftrieb in der Gesellschaft und löste
blutige Ausschreitungen aus, bei der Muslime und Ahmadiyya Opfer von
Gewalttaten wurden. Rabwah (heute Chenab Nagar) wurde zuvor an die Ahmadiyya,
als Verdienst für die Leistungen ihres eigenen Batallions im Krieg gegen die
Inder in Kaschmir, verpachtet.
Die Ahmadiyya stellte ihre eigenen bewaffneten Truppen zur Verfügung, was auch
nicht verschwiegen wird und heute noch Einfluss im Lehrplan der in Ahmadiyya
Einrichtungen ausgebildete Kinder, spielt.
>>
Aus der islamischen Weltgemeinschaft ausgestoßen
Bereits Mitte der 1930er Jahre kam es in Indien zu starken Konflikten mit anderen Muslimischen Organisationen.
<<
1974 erfolgt, nach Parlamentsbeschluß vom 6.9.1974 in Pakistan eine
Verfassungsänderung, nach der die Ahmadiyya-Sekte als „nicht-muslimische
Minderheit“ eingestuft werden. Im selben Jahr faßt die „Islamische Weltliga“
einen Beschluß, der die Ahmadiyya-Sekte als „subversive Bewegung gegen den
Islam“ definiert. Am 26.4.1984 wird der Ahmadiyya-Sekte in Pakistan das Recht
entzogen, sich als „muslimisch“ zu bezeichnen, was in Pakistan neue
Verfolgungen bringt. Die einsetzende Flüchtlingswelle bringt viele Ahmadis nach
Deutschland, denen hier Asyl aus religiösen Gründen gewährt wird. Der Sitz des
Kalifats wird seit 1984 nach London verlegt. Seit 22. April 2003 wurde als 5.
Kalif der 1950 noch in Rabwh geborene Mirza Masroor Ahmad, der Urenkel des
Gründers, eingesetzt.
>>
In muslimischen Ländern wie Afghanistan, Saudi-Arabien oder Pakistan werden die
Ahmadiyya diskriminiert oder sogar verfolgt. Weil, so erläutert es der
ARD-Reporter Constantin Schreiber in seinem Buch „Inside Islam“,
<<
die größere Strömung, die Ahmadiya Muslim Jamaat, Mirza Ghulam Ahmed als Propheten verehrt, Mohammed nach allgemeiner muslimischer Auffassung aber der letzte Prophet war. Deshalb gelten sie vielen Muslimen als ´Ungläubige, bzw. Gotteslästerer` (Schreiber, Constantin, Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird, Econ Verlag, 2017, S. 12).
>>
Gotteslästerung, also Blasphemie, ist ein Kapitalverbrechen in
fundamental-muslimischen Gesellschaften und werden als solche geahndet. Das
ändert allerdings nichts daran, dass auch die Ahmadiyya einem fundamentalen
Islam mit einem vorsintflutlichen Frauen- und totalitären Gesellschaftsbild
anhängen.
Terror nicht nur GEGEN die AMJ
Sabatina James nennt in ihrem Buch „Scharia in Deutschland“ ein Beispiel für
das brutale Vorgehen der Organisation in Pakistan:
<<
Die Mitglieder der Ahmadiyya machen nur etwa ein Prozent der islamischen
Bevölkerung in Deutschland aus. Im interreligiösen Dialog können sie also kaum
als Vertreter der muslimischen Mehrheit angesehen werden. Dennoch sitzen ihre
Vertreter wie selbstverständlich in den TV-Shows und sind gern gesehen
Teilnehmer an Podiumsdiskussionen zahlreicher Universitäten. Ihre Parole „Liebe
für alle, Hass für keinen“ scheint auf viel Gegenliebe zu stoßen. Zumindest im
verträumten Deutschland, wo ihnen gern Asyl gewährt wird. Die Ahmadiyyas gelten
nämlich als Verfolgte, als Opfer der Islamisten Pakistans, wo sie einst ihren
Ursprung hatten – wären da nicht die zahlreichen Geschichten von Folter und
Verfolgungen, die die vermeintlichen Opfer als Täter entlarven: die Ahmadiyya
versetzen die Menschen in Pakistan nämlich immer wieder in Angst und Schrecken.
Viele der Ahmadiyya-Kritiker und Freigeister wurden sogar bestialisch ermordet.
Ein Augenzeuge berichtet in einer eidesstattlichen Erklärung über seine
Erfahrungen in Pakistan: „Man hat ihn (…) bei den Bahngleisen auf den Boden
gelegt. Sie haben seine Beine mit Seilen so fest umwickelt, dass man wegen des
Blutstaus seine immer lauter werdenden Schreie vernahm. Er wurde in
regelmäßigen Abständen mit Stöcken und Hockeyschlägern geschlagen. Ein anderer,
der ca. 40 Meter entfernt aufgehängt wurde, war alt. Er wurde auch halb
totgeschlagen. Es wurde ein Stein unter sein Bein gelegt und darauf wurde ein Stein
geschlagen (…). Die Knochen der Beine waren an mehreren Stellen gebrochen.
Dutzende Menschen wurden in Gruppen um dieses Geschehen gesetzt, die von den
Funktionären der Ahmadiyya angewiesen wurden. Am Schlagen der beiden Männer
waren viele Leute beteiligt, die man nachts nicht sofort erkennen konnte.
Dennoch habe ich (…) einen Funktionär der Amur e Ama (Anm.: laut Insidern
übernimmt Amur e Ama geheimdienstliche Aufgaben innerhalb der Strukturen der
Ahmadiyya) und (…) (Anm.: Privatsekretär des verstorbenen Kalifen Mirza Nasir
Ahmed) erkannt (…). Danach hörte ich ein lautes Geräusch, ein herzzerreißender
Schrei wurde laut. Danach habe ich erfahren, dass beide getötet wurden“.
Noch ein Verbrechen aus dem Land der Ahmadiyyas wurde an Eides statt zu Protokoll
gegeben: „Wir sind auf dem Weg zur Schule gewesen. (…) Ich sah dort die nackte
Leiche eines Mannes liegen. Seine Sexualorgane waren ihm abgeschnitten und in
den Mund gestopft worden. Dort hat uns ein junger Mann aufgeklärt, dass diese
Leiche dort liegt, damit wir die Lehren aus dem Tod des Mannes ziehen, dass
jede Stimme, die sich gegen die Ahmadiyya-Gemeinde erhebt, durch diese Methoden
zum Schweigen gebracht wird. Später hat man erfahren, dass dieser Mann in der
Nähe des Bahnhofs einen Obst- und Gemüsewagen hatte. Er hatte eine Verfehlung
der Kalifenfamilie gesehen oder erfahren, und er hatte angefangen, das seinen
Kunden zu erzählen. Er wurde von der Behörde der Amur e Ama darauf hingewiesen,
das zu unterlassen. Er tat dies nicht, und die Angelegenheit mündete in dies
Geschehen“ (* James, Sabatina, Scharia in Deutschland – Wenn die Gesetze des
Islam das Recht brechen, Knaur Verlag, S. 132 f).
>>
Laut Sabatina James wusste vor Jahren das Jugend-Journal der Organisation zu
berichten, dass Schweinefleisch schwul mache (*James, Sabatina, Scharia in
Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen, KNAUR Verlag, S.
133).
Ein Aussteiger berichtete im Juni 2013 (zu dem Zeitpunkt, wo die Anerkennung
der AMJ als Köperschaft öffentlichen Rechts erfolgte):
<<
Meine Cousine … hat mir mitgeteilt, dass ihr zweites Kind, zur Zeit zwölf Jahre alt, durch den Vater des Kindes missbraucht worden ist. (…) Alle Geschwister und die Gemeindevorsitzenden in (…) wussten davon. Sie hat auch einen Brief an den fünften Kalifen nach London geschrieben und ihm diese Tat mitgeteilt. Die Gemeinde hat (…) meine Cousine gezwungen, mit ihrer Tochter bei dem Ehemann zu bleiben (*James, Sabatina, Scharia in Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen, KNAUR Verlag, S. 133).
>>
Frondienste nicht nur für Allah – sondern auch für deutsche Kommunen
Sabatina James spricht zudem ein Thema an, das in der öffentlichen Debatte
so gut wie verschwiegen wird: Die Kinder der Gemeindemitgliedern, die der
Organisation „geschenkt“ werden: „In meiner Familie gibt es mehrere Kinder, die
an die Gemeinde verschenkt worden sind“, zitiert sie einen Zeugen. „Diese
Kinder dürfen nicht draußen spielen (…). Ihre Erziehung ist einem besonderen
Erziehungsplan unterworfen. (…) Die Zentrale kontrolliert das wöchentlich“
(*James, Sabatina, Scharia in Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das
Recht brechen, KNAUR Verlag, S. 134).
Auch die hessische LINKEN-Politikerin Samina Khan macht auf dieses Problem
aufmerksam. Beide Frauen sprechen von „ehrenamtlichen Straßenkehrdienst“, den
die Ahmadiyya zur Freude der betreffenden Gemeinden und der Medien
gleichermaßen übernehmen.
Samina Khan schrieb im Oktober 2013 in
einer Facebook-Gruppe:
<<
Die Ahmadiyya Bewegung fiel in letzter Zeit auf, weil sie nach dem Neujahr
den Abfall der Feierlichkeiten kostenlos in jeder Stadt gereinigt hat. Eine
nette Geste, die weitreichende Folgen hat und als Beispiel dafür genommen
werden kann, was der Staat selbst an Unterstützung entgegen nimmt , um sich aus
der Verantwortung für wesentliche staatliche Aufgaben zu entziehen und
ehrenamtlichen Helfern, die schlecht dafür bezahlt werden, Aufgaben zu
übertragen, die in erster Linie kommunale Aufgaben sind.
Das Ehrenamt wird von der CDU als ein ehrenwertes Instrument angesehen, was den
Bürger und sein Engagement fördern soll. Dass es eine Makulatur für bereits
staatliche eingestrichene Investitionen in die soziale und städtische
Infrastruktur ist, wird dabei gerne verschwiegen.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Ahmadiyya durch ihr Engagement auffällt.
>>
Die Anerkennung als „öffentliche Körperschaft“ garantiert weitgehende Rechte
Sabatina James zitiert den Vorsitzenden der AMJ, den deutschen Konvertiten Abdullah Uwe Wagishauser mit folgenden Worten:
<<
Ich bin mir durchaus bewusst, dass wir uns weiterhin Sachen erkämpfen müssen, etwa den Zugang zu öffentlichen Medien oder den Ethikrat. Aber rein theoretisch haben wir jetzt ein Recht auf das Wort zum Freitag im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Das ist schon mal ein gutes Gefühl (* James, Sabatina, Scharia in Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen, KNAUR Verlag, S. 129).
>>
Wenn mich wer fragt: Ich möchte kein „Wort zum Sonntag“ und auch keines zum
Freitag im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. „Die neue rechtliche Situation ist
nun die gleiche, wie etwa die der katholischen Kirche. Das bedeutet auch, die
AMJ könnten nun Steuern erheben. Das habe man aber nicht vor. ´Unser
Spenden-System funktioniert sehr gut`, so Wagishauser. Andere Ziele wurden aber
gesteckt. ´Wir möchten islamische Friedhöfe in Eigenregie`, zitiert ihn die Welt.
Überall, wo die AMJ Bauvorhaben umsetzen möchte, kann sie auf staatliche
Unterstützung zählen. Aktuell werden Moscheen in Fulda und Wiesbaden
realisiert, auf dem Plan stehen Leipzig und Erfurt. Dort fand kürzlich die
Grundsteinlegung statt. Der LINKE Ministerpräsident Bodo Ramelow ließ es sich
nicht nehmen, persönlich zu dem Termin zu erscheinen und eine Rede zu halten.
Vielleicht hätte ihm mal jemand sagen sollen, dass Mirza Ghulam Ahmad der Überzeugung war: "Ich bin gesandt
worden, um das Kreuz zu brechen, das Schwein zu vernichten."
"Das Schwein", damit meinte der ideelle Gesamtmessias das
Christentum.
Für die beiden Moscheen in Fulda und Wiesbaden wurden laut Eigenangaben der AMJ
1,5 Mio. € veranschlagt.
<<
Nach Angaben der Ahmadiyya-Gemeinde ist der Moscheebau von der Stadt Erfurt mit Auflagen genehmigt worden. Dazu zähle, dass die komplette Dachfläche begrünt werden soll. Außerdem muss die Gemeinde das Gelände umzäunen und Grünanlagen anlegen. Unverändert geblieben seien ein rund acht Meter hohes Zierminarett ohne Lautsprecher und eine Kuppel mit dreieinhalb Metern Durchmesser. Für den Bau mit zwei Gebetsräumen und einer Wohnung für den Imam rechnet die Gemeinde in Erfurt mit Baukosten in Hohe von 650.000 Euro.
>>
Das wirft die Frage auf, wie die AMJ sich finanziert. Zum einen durch die
Fronabgaben der Mitglieder, eine Art neuzeitlicher „Zehnt“, bzw. Sechzehnt.
Doch reicht das? „Die Ahmadis sind fleißige Leute“, zitiert Constantin
Schreiber Susanne Schröter. „In Frankfurt sind sie stark im Taxigeschäft
verankert, aber es gibt auch Akademiker“ (Schreiber, Constantin, Inside Islam –
Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird, ECON Verlag).
Um der AMJ den Weg in die thüringische Landeshauptstadt zu ebnen, organisierte
die Landtagsfraktion der LINKEN Anfang 2017 eine öffentliche Veranstaltung, auf
der die Zweifel seitens eines Teils der Bürgerinnen und Bürger Erfurts
ausgeräumt werden konnten, wie dem Internetportal Thüringen 24 zu entnehmen
war.
Mehrere Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE sind als Rednerinnen und
Redner des Kongresses „Marx is Muss 2018“ #MIM18 ausgewiesen. Als Gastrednerin wird dort auch Khola Maryam
Hübsch angekündigt, Tochter des inzwischen verstorbenen (Paul-Gerhard)
Hadayatullah Hübsch, dem ehemaligen Pressesprecher der AMJ. Seine Tochter ist
eifrige Missionarin für das angeblich islamische Kopftuch, den Hijab. Die
beiden Bundestagsabgeordneten der LINKEN,Christine Buchholz und Sabine Leidig, nahmen am 25. August 2017 an der 42.
jährlichen Versammlung der Ahmadiyya Gemeinde in Karlsruhe teil. Buchholz hielt
ein Grußwort, in dem sie betonte, „wie wichtig es ist, dass sich Nichtmuslime
der Hetze gegen den Islam entgegenstellen und sich für die Gleichstellung der
Religionen einsetzen. Und dass es viele gemeinsame Themen gibt für die wir uns
einsetzen: eine gerechte Gesellschaft und Frieden.“Leidig freute sich damals
auf ihrer Facebook-Seite, dort „gesegnet“ worden zu sein. Der Eintrag ist
unterdessen nicht mehr zu finden.
Das völlig unkritische Verhältnis, das die LINKEN-Mandatsträgerinnen und
Funktionäre nicht nur der AMJ gegenüber an den Tag legen, ist so verheerend wie
unverständlich. Vor allem im Hinblick darauf, dass die hessische
LINKEN-Politikerin Samina Khan schwerwiegende Vorwürfe gegen die Organisation
erhebt. So schreibt ECHO.de:
<<
Samina Khan aus Dietzenbach, Kreistagsabgeordnete der Linken im Landkreis Offenbach, bescheinigt den Ahmadiyyas den Status einer Sekte, Menschenhandel, Körperverletzung, Geldwäsche, Erpressung und eine eigene, totalitäre Gerichtsbarkeit. Khan hat sich intensiv mit den Ahmadiyyas befasst und sich früher sogar für deren Moscheebau eingesetzt … Auch die inzwischen verstorbene Wissenschaftlerin Hiltrud Schröter aus Frankfurt bescheinigt den Schriften der Ahmadiyya-Gemeinden eine antichristliche, antiwestliche und antijüdische Propaganda. Selbst Asylbewerber und Sozialhilfeempfänger müssten jeden Monat nicht unerhebliche Summen überweisen, wenn sie Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft seien. „Die Gefolgschaft wird abkassiert und trägt zur außergewöhnlichen Finanzkraft der Führungselite bei“. Mädchen dürften nicht gemeinsam mit Jungen am Sportunterricht teilnehmen, Frauen müssten sich verschleiern und monogam sein, während den Männern Polygamie zugebilligt werde. Ehen würden arrangiert und dürften nur innerhalb der Ahmadiyya-Gemeinde geschlossen werden, schreibt die mit dem Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen ausgezeichnete Schröter in den Deutschen Hochschulschriften 1206.
>>
Samina Khan spricht ein wichtiges Thema
an: Die Finanzierung der Organisation durch Mitgliedsbeiträge, die auch von mittellosen
Gläubigen erhoben werden. Laut Thüringen24 geben „alle Mitglieder der Gemeinde
ein Sechzehntel ihres Monatsgehalt als Mitgliedsbeitrag ab. Zusätzlich würden
weitere Spenden in den eigenen Reihen gesammelt.“
„Arshad Mehmood berichtet, er habe als Asylsuchender zwischen 1990 und 2001
stattliche 8114 Deutsche Mark an Spenden an die Ahmadiyya zahlen müssen“,
schreibt Sabatina James (*James, Sabatina, Scharia in Deutschland – Wenn die
Gesetze des Islam das Recht brechen, KNAUR Verlag, S. 137).
Der Bericht in ECHO.de ist vom 15.8.2014, also zu einem Zeitpunkt, als der
Islam-Unterricht bereits begonnen hatte. Die darin enthaltenen Informationen
über die AMJ waren zu dem Zeitpunkt aber nicht neu, sie waren also auch den
zuständigen Behörden zugänglich.
Die Menschenrechtlerin Sabatina James hält die AMJ für völlig ungeeignet,
Kindern an öffentlichen Schulen Unterricht zu erteilen:
<<
Das zentrale Element des Ahmadiyya-Lehrplans „198 Wege des Erfolgs“ für sieben- bis achtjährige Kinder ist ebenfalls zutiefst fragwürdig. „Ich komme in der Gesellschaft mit niemandem aus. Alle sind meine Feinde“, heißt es dort auf Seite 19. Dieser Satz zerstört im Kern alle späteren Integrationsversuche der Gesellschaft. Er macht sie unmöglich, weil die Kleinen mit einer kriegerischen Ideologie indoktriniert und zwangsläufig zu Sonderlingen mit phobischen Feindbildhalluzinationen werden. Aber damit nicht genug. Die Kinder werden in einer sensiblen Phase ihrer Persönlichkeitsentwicklung sogar in eine Märtyrerhaltung hineingezwungen. Sie sollen sich als Kanonenfutter im Heiligen Krieg zur Ausbreitung des Islam verstehen: „Selbst wenn ich vernichtet werde, kümmert es mich nicht, wenn mein Tod dazu führt, dass der Sieg des Islam kommt“, heißt es im Lehrplan der Ahmadiyya auf S. 61. Und dann gipfelt die Ahmadiyya-Erziehung in einem Treueschwur gegenüber totalitären Organisationen: „Ich werde mein Vermögen, mein Leben, meine Familie, meine Ehre, alles für die Ahmadiyya opfern` (*James, Sabatina, Scharia in Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen, KNAUR Verlag, S. 137 f).
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„Ab 1889 leisteten ihm die Anhänger den Treueid, der beinhaltet, dass ein Ahmadiyya mit seinem Leben, Vermögen und dem Opfern seiner Familie die Ziele der Ahmadiyya verwirklichen wird“, erläutert auch Samina Khan:
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Die Kinder werden nach einfachen Freund Feind Mustern erzogen. So heißt es in einem Gedicht im Lehrplan für Kinder, die zu Murabbis (an die Gemeinde vermachte Kinder, welche ein Leben lang verpflichtet sind ehrenamtlichen Dienst für die Gemeinde zu leisten): “Muslime und Brahmanen dürsten nach meinem Blut. Alle sind meine Feinde“
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So heißt es in Punkt VIII. der „10 Bedingungen des Bai'at“ (Treuegelöbnis): „Dass er/sie den Glauben,
die Hochschätzung des Glaubens und die Sache des Islam für sich kostbarer
erachten wird als das eigene Leben, den eigenen Reichtum, das eigene Ansehen,
die eigenen Kinder und alle anderen liebenswerten Dinge.“
Die Beanspruchung der Verfügungsgewalt über die Kinder der Gemeinschaft ist
indes kein Alleinstellungsmerkmal der AMJ. Die Soziologin Necla Kelek spricht
von der „Sklavenmentalität der Kinder in den türkisch-muslimischen Familien“,
die diesen antrainiert werde (Kelek, Necla, Die fremde Braut, GOLDMANN Verlag,
S. 57). Kinder, so erläutert Necla Kelek in dem Buch, würden nicht nach ihrer
Meinung gefragt, sie hätten einfach zu gehorchen. Der älteste Sohn sei
sozusagen der Stellvertreter des Vaters in dessen Abwesenheit und immer für die
Kontrolle der Schwestern – und auch der Mutter – verantwortlich, egal, ob diese
jünger oder älter seien, und somit die moralische Instanz der Familie, der es
obliege, die Familienehre zu schützen – und gegebenenfalls wieder herzustellen.
Die älteste Tochter, „die kleine Mutter“, habe die Geschwister zu versorgen und
sonstige Dienstbotenaufträge zu erledigen“ (*Kelek, Necla, Die fremde Braut,
GOLDMANN Verlag, S.150).
Der Mord an Lareeb K.
Knapp Zweieinhalb Jahre, nachdem Semina Khan sich öffentlich mit der Gruppierung auseinandersetze und anderthalb Jahre, nachdem die hessischen Medien dieses Thema aufgegriffen hatten, Anfang Dezember 2015, hatte die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Darmstadt über ein Fall des Ehepaares Shazia und Asadullah K. zu befinden, die ihre 19jährige Tochter Lareeb am 28. Januar 2015 ermordeten. Der Vater Asadullah gestand die Tat. Hintergrund war, dass die junge Frau eine sexuelle Beziehung zu einem Studenten hatte. Die Eltern waren beide aktiv in der Gemeinde tätig und wussten, dass deren Gepflogenheiten zufolge die Verbannung drohte. Auch die Eltern des Studenten waren Mitglied in der Gemeinde. Aus Angst, dass diese Beziehung in der AMJ bekannt würde und sie selbst verstoßen werden könnten, opferten Lareebs Eltern ihre Tochter, um ihr soziales Umfeld zu erhalten. Im Laufe des Gerichtsverfahrens offenbarte sich die fundamentale Ideenwelt der Gemeinde und diese ist schlicht verstörend. Spätestens an dem Punkt hätte das Land Hessen sämtliche Kooperationen einstellen und der AMJ die Anerkennung als „Körperschaft öffentlichen Rechts“ aberkennen müssen. Zum Tragen kam hier das gestörte Verhältnis der AMJ zur Sexualität, das Benediktinermönch Wall auch der katholischen Kirche bescheinigte. Dieses gestörte Verhältnis verursacht großes Leid, in dem Fall der AMJ Hessen kostete sie einer jungen Frau das Leben.
Als Partnerin demokratischer Organisationen und Institutionen disqualifiziert
Sabatina James kommt zu der Überzeugung, die AMJ „disqualifiziert sich
endgültig für den Auftrag, an deutschen Schulen Islamunterricht zu erteilen (*
James, Sabatina, Scharia in Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das Recht
brechen, Knaur Verlag,S. 133). Und als Kooperationspartnerin staatlicher
Stellen und politischer Instanzen – und vor allem als Diskussionspartnerin in
linken Debattierclübchen, möchte ich hinzufügen.
So schreibt Thomas Baader, Sprecher von
"peri - Verein für Menschenrechte und Integration", zu Khola Maryam
Hübsch:
<<
Sexismus ist sicherlich ein gemeinmenschliches Problem, aber auch eines,
das durch religiöse oder kulturelle Faktoren entweder verstärkt oder
abgeschwächt werden kann. Dass der Islam Letzteres vermag, dagegen spricht die
Alltagsrealität der islamischen Länder. Vielleicht sollte man in diesem
Zusammenhang auf Ausführungen verweisen, die man auf der Website der
Ahmadiyya-Gemeinde, der Frau Hübsch angehört, finden kann. Eine davon hört sich
so an:
„Eine Muslima, die Kopftuch oder Schleier trägt, wendet sich somit bewusst von
allem ab, was ihre spirituelle Entwicklung beeinträchtigen könnte. Sie will
erkannt werden als eine Frau, die zu innerem Frieden gelangt, indem sie den
Geboten Gottes folgt. Darüber hinaus möchte sie nicht belästigt werden…“ Hier
aber wird als einer der Gründe des Hijabtragens der Wunsch genannt, nicht
belästigt zu werden. Was soll man daraus schließen? Dass die Frau, die keinen
Hijab trägt, dann auch kein eindeutiges Zeichen gegen Belästigung gibt? Dass
sie belästigt werden darf? Diese Schlussfolgerung ist sicherlich nicht
zwingend. Andererseits: Dass so mancher muslimische Mann einen solchen Schluss
zieht, dürfte angesichts der Formulierung dann auch nicht weiter überraschen.
Immerhin wird hier klargestellt, wie eine anständige Frau, die nicht belästigt
werden möchte, sich anzieht. Und die anderen?
>>
Zum Frauenbild der AMJ lohnt es sich, noch einmal bei Sabatina James
nachzuschlagen.
Sie schreibt:
<<
In einem Video droht das jetzige Oberhaupt der Ahamdiyyas: „Ich habe das
Recht, Frauen zu exkommunizieren, wenn sie ungehorsam sind!“ Diese
gebieterische Einstellung des Kalifen wirft die Frage auf, warum er sich selbst
so gerne mit unverschleierten Damen in der Öffentlichkeit zeigt. Der Verdacht
liegt nahe, dass die Auftritte dazu dienen, die Herzen der unwissenden Europäer
zu gewinnen (Wir erinnern uns an die „esoterische Kluft“, Anm. d. Verf.). Denn
jene Frauen, die nicht als Pressesprecherinnen fungieren und im Namen seiner
Gemeinde medienwirksam in Erscheinung treten, genießen nicht annähernd die
Freiheiten, die die Gemeinschaft öffentlich gern propagiert.
Viele Ahmadiyya-Frauen wagen es nicht, über die Gewalt zu sprechen, die ihnen
angetan wird. Einige der Opfer betreue ich durch meinen Verein Sabatina e.V.
Viele sind Opfer von Zwangsheirat und Drangsalierung. Keine von ihnen wagt sich
auch nur in die Nähe einer Ahmadiyya-Moschee (* James, Sabatina, Scharia in
Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen, KNAUR Verlag, S.
134 f).
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Sabatina James stützt sich auf die Recherchen der LINKEN-Politikerin Samina
Khan, wenn sie schreibt:
<<
Im repressiven Ahamdiyya-Staat verfasst eine Vorsitzende der Frauengemeinde einen monatlichen Bericht der weiblichen Insassen der Asylantenheime. Aus Angst vor negativen Berichten fügen sich die völlig machtlosen Asylbewerberinnen. Die Frauen sollen von der deutschen Gesellschaft ferngehalten und von der Ahmadiyya-Gemeinde abhängig gemacht werden (*James, Sabatina, Scharia in Deutschland – Wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen, KNAUR Verlag, S. 136 f).
>>
Jede Moschee, die der AMJ genehmigt und unter Beifall auch der progressiven
Öffentlichkeit gebaut wird, trägt dazu bei, die Frauen unsichtbar und das
Machtrefugium des Kalifen und seiner Clique zu festigen und erweitern.

