Der Iran führt seit 40 Jahren Krieg!
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Das IZH an der Außenalster, die Zentrale des iranischen Regimes in Europa |
Text: Birgit Gärtner
Von der ersten Sekunde an gegen Frauen, gegen Oppositionelle, Homosexuelle, Minderheiten, insbesondere die kurdische Minderheit.
Der Krieg gegen Oppositionelle
findet weltweit statt.
Der Iran führt Krieg im In- und
Ausland. Für die militärischen Einsätze im Nahen Osten war Qasem Soleimani verantwortlich, der die Qods-Brigaden
anführte. „Qods“ steht für al-Quds, der arabischen Bezeichnung für Jerusalem.
Was hat der Iran mit Jerusalem zu schaffen? Genau! Nichts!
Wie auch der Al-Quds-Tag, den Ayatollah Ruhollah Musawi Chomeini 1979 ausrief
und auf den letzten Freitag im Fastenmonat Ramadan festlegte, stehen die
Quods-Brigaden für den Willen zur Vernichtung Israels seitens des iranischen Regimes.
Das wiederum rührt daher, dass der Prophet Mohammed vor 1.400 Jahren träumte,
er sei des Nächtens in Jerusalem gewesen. Deshalb gilt Jerusalem als
drittwichtigste Heiligenstätte des Islams, deshalb erheben islamische
Fundamentalisten der verschiedensten Strömungen alleinigen Anspruch auf
Jerusalem. Weil ihnen das nicht reicht, wollen sie das gesamte Territorium, eine
judenfreie arabisch-islammische Welt, „die Palästinenser“ sind ihr Faustpfand
dabei.
Dieser Vernichtungswille vereint Schiiten und Sunniten, deshalb unterstützt
der Iran neben der schiitischen Hizbullah im Libanon auch den Ableger der
Muslimbruderschaft, die Terrororganisation HAMAS.
Von Anfang an war der ehemalige Präsident Mohammad Chātami dabei, der bis
zur islamischen „Revolution“ das „Islamische Zentrum Hamburg“ (IZH) leitete.
Dann eitle er im Sauseschritt nach Teheran, um aktiv an der Barbarei teilhaftig
zu werden.
Das Leben in Deutschland gefährlicher als im Iran?
Die allseits geschätzte Migrationsforscherin Naika Foroutan,
deutsch-iranische Doppelstaatlerin, die ihre iranische Staatsbürgerschaft
behielt, weil sie sich nicht sicher ist, ob sich in Deutschland alsbald die
Verhältnisse so entwickeln, dass eine renommierte Wissenschaftlerin hier nicht
mehr sicher leben kann – im Gegensatz zum Iran – hielt Chātami für einen
Kulturmenschen, befähigt, einen kulturellen Austausch zwischen der islamischen
und der westlichen Welt zu führen.
Die iranische Führung steht aber nicht für irgendeine Art von Kultur,
sondern für Barbarei. Seit 2013 ist Hassan Rohani Präsident der
Islamischen Republik Iran. 2017 wurde er in seinem Amt bestätigt. In seiner
ersten Amtszeit wurden mehr als 3.100 politische Häftlinge exekutiert, im Juli
2019 wurde die 93. Frau während seiner Amtszeit hingerichtet. Darunter auch Mädchen, die vergewaltigt worden waren, weil in der verquassten Ideenwelt der Ayatollahs die Mädchen Schuld sind an der Folter, die ihnen angetan wurde. In der verquassten Ideenwelt der Ayatollahs sind Frauen dafür verantwortlich, dass Männer ihre Sexualtriebe unter Kontrolle halten. Kann er das nicht, ist die betroffene Frau Schuld, selbst, wenn sie noch ein (halbes) Kind ist. Deshalb müssen sich in der verquassten Ideenwelt Frauen verhüllen, um Männer nicht zu reizen. Der Iran hat die
höchste pro-Kopf-Quote der Welt, was Hinrichtungen betrifft. Und das bezieht
sich ausschließlich auf die registrierten Fälle. Wie viele extralegale
Hinrichtungen es gab, das weiß niemand.
Aktuell wird der Widerstand
gegen das schiitische Regime brutal niedergeschlagen, schon Ende vergangenen Jahres
war von 1.500 Toten infolge der Brutalität der Staatsmacht die Rede.
Das ist Krieg!
Was aber einen großen Teil der Linken
im Westen nicht davon abhält, sich mit dem Iran zu solidarisieren. Eines
solltet Ihr doch begriffen haben: Ihr wäret nach den Frauen und den Homosexuellen
die Ersten, die am Baukran aufgeknüpft würden, wenn fundamental-islamische
Kräfte die Macht dazu hätten.
Als Argument für die
Iran-Solidarität wird dieser Tage offiziell angegeben, der Tod von Qasem Soleimani könne nicht abschätzbare
Folgen haben, für die Region, für die ganze Welt, Stichwort 3. Weltkrieg,
#WWKIII.
Da würde ich sogar zustimmen: Die Folgen dieses Treffers mitten ins Herz
der Islamischen Republik Iran sind nicht abschätzbar. Dass es so ist, dafür
trägt Qasem Soleimani einen großen Teil der Verantwortung. Das ist der Teil,
der in der Erzählung der traditionellen Friedensbewegung, die dieser Tage zu
Aktionen und Demonstrationen gegen einen drohenden Iran-Krieg seitens der USA
aufruft, immer fehlt. Auch mit einem lebenden Qasem Soleimani waren die Lage in
der Region sowie die Folgen für den Rest der Welt nicht abschätzbar. Diese Region
war, ist und bleibt ein Pulverfass. Für das nicht nur, aber auch Qasem
Soleimani verantwortlich ist, bzw. war.
Die traditionelle Friedensbewegung pflegt dieses Mantra der Bedrohung des Irans durch die USA seit etwa 15 Jahren. Damit wird mehr schlecht als recht kaschiert, dass der eigentliche Grund für diese unheilige Allianz der eigene Hass
auf Israel und platter Anti-Amerikanismus ist. Deshalb gelten diesem Teil der Linken die
Barbaren in Teheran als „Antiimperialisten“, als Bündnispartner gegen den
US-Imperialismus und "dessen Bollwerk" im Nahen Osten, Israel.
Deshalb ist es auch kein Wunder, dass es ein linker Anwalt war, ein
bekannter Aktivist der traditionellen Friedensbewegung, vor Gericht das
drohende Verbot des Berliner Al-Quds-Marsches abwendete. Es ist kein Wunder,
dass dieser den palästinensisch-stämmigen Abou-Nagie und seine Dschihad-Rekrutierungsmaschinerie
„Lies“ verteidigen wollte und dass er große Reden schwingt beim „Palästina—Tag“.
Genau wie den islamischen Fundamentalisten sind „die Palästinenser“ das
Faustpfand der traditionellen Friedensbewegung und eines großen Teils der Linken
gegen Israel, eine willkommene Möglichkeit, um unter dem Deckmantel des
Internationalismus Judenhass, oh, pardon, Antizionismus, unter die Leute
bringen zu können.
Euch von dieser Idee abzubringen, bin ich grandios gescheitert, wie wir
alle wissen. Somit habt Ihr Euch eingereiht in die Riege meiner politischen
Gegner.
Nie hätte ich gedacht, dass ich das mal sagen würde: Die Allianz von
linkem und arabisch-türkisch-islamischem Menschenhass halte ich für die
gefährlichste politische Entwicklung der Gegenwart – für Frauen, für
Homosexuelle, für Atheistinnen, Ex- und säkulare Musliminnen und Muslime, für religiöse
und ethnische Minderheiten, für Christinnen und Christen sowie für Jüdinnen und Juden. Und für alle, die diese
Allianz kritisieren.
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