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Es werden Posts vom Juni, 2020 angezeigt.

Von Juden, Linken und dem fleckenreinen Gewissen

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  Text Juliane Beer Die Aufregung um den postkolonialen Theoretiker Achille Mbembe hat sich gelegt. Doch worum ging es deutschen Linken eigentlich? Vor ca. 2000 Jahren gelang es einem der zahllosen Wanderprediger, die umherzogen, von Gnade und Spenden ihrer Mitmenschen lebten, obwohl sie diese zu Umkehr und Buße mahnten, tatsächlich Aufmerksamkeit zu erlangen und, nicht zuletzt weil er sich als Sohn Gottes gerierte, die Geschichte der Menschheit fortzuschreiben. Eine jüdische Sekte, das Christentum, entstand. Obwohl Verzicht, Leiden und Selbstkasteiung Programm war, fand sich eine Anhängerschaft rund um den Erdball. Für die nächsten Jahrhunderte verbreiteten Funktionäre dieser Gesinnungsgemeinschaft die Kunde, Juden wären für den Tod des Gottessohns verantwortlich gewesen. Die Tatsache, dass Juden bekanntermaßen zu eben dieser Zeit keine Befehlsgewalt inne hatten, hinderte das Christentum nicht daran, sie dennoch als Mörder des Jesus Christus zu führen, welcher ...

Der Teppich-Dschihad

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Foto: Pixabay Text: Birgit Gärtner Zum Ende der Fastenzeit Ramadan zelebrieren die muslimischen Verbände in Deutschland ihre Macht – und zeigen den Frauen ganz nebenher, wo es lang geht: nämlich gar nicht. Irgendwie waren sie ulkig, die Bilder von betenden Muslimen, die zu Ende des Ramadans in den sozialen Medien rauf und runter geteilt wurden: Zu sehen waren Männer und Jungen, die auf Gebetsteppichen saßen, diese aufgereiht in Reih und Glied, im vorgeschriebenen Corona-Abstand hinter-, vor- und nebeneinander, am hinteren Ende jeweils ein paar Schuhe – manche davon auf leeren Parkplätzen großer Kaufhäuser, z. B. Ikea in Wetzlar , so dass es wirkte, als hätten Mohammeds Jünger dort ihre fliegenden Teppiche geparkt statt sonst die Kundschaft ihre Autos. Weiger ulkig werden die Bilder indes, wenn wir uns vor Augen führen, an wie vielen Plätzen im gesamten Land diese Szenerie zu beobachten war: Neben den bereits erwähnten Parkplätzen okkupierten betende Männer auch Ei...

Von Gummibrüsten, Stöckelschuhen und Gefühlen

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Text Juliane Beer Transhass unter Frauenrechtlerinnen? Transmisogynie, ein von dem Schriftsteller, Biologe und Transgendermensch Julia Serano geprägter Begriff, bezeichnet das Zusammenwirken von Frauenfeindlichkeit und Transfeindlichkeit. Serano beabsichtigte, auf die doppelte Diskriminierung hinzuweisen, die einer männlichen Person, die ihre im Mutterleib entstandenen Geschlechtsmerkmale ablehnt, bzw. aufgrund dieser leidet und sich mit Hilfe von als weiblich geltender Kleidung, Kosmetik oder einer Operation Linderung zu verschaffen versucht, entgegen schlägt. Der Begriff ist irreführend. Eine Frau ist kein Transmensch und ein Transmensch ist keine Frau, auch wenn Transmenschen und immer mehr Frauen aus Queer- und Liberalfeminismus-Kreisen dies insinuieren, bzw. Frauen, die für Frauenrechte (und nicht für Transrechte) kämpfen, Transmisogynie oder Transhass vorwerfen. Der Vorwurf ist schnell entkräftet. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wird von Frauenrechtlerinnen ...