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Es werden Posts vom Juni, 2021 angezeigt.

Söders Botschaft an uns Frauen: Lebt damit!

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  Text: Birgit Gärtner Nach den Femiziden von Würzburg rief Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) uns ein zünftiges „Weiter so!“ zu Fast schien es, als sei der gewaltsame Tod von Johanna H., Christiane H und Steffi W. ein willkommener Anlass für ein Stelldichein von Politik, Zivilgesellschaft, Kirchen, jüdischen und muslimischen Gemeinschaften in Form eines Gedenkgottesdienstes am vergangenen Sonntag. Ein willkommener Anlass, bei dem sich alle im Selbstmitleid suhlen können, weil ihre traute Mehrsamkeit empfindlich gestört wurde. Nein, nicht durch die Femizide, sondern durch jene, die über den Täter, dessen Herkunft, seine Sozialisation und seine mögliche Motivation sprechen wollen und Konsequenzen fordern. Denn Konsequenzen soll und wird es keine geben – das hat nicht zuletzt der bayerische Ministerpräsident bei der Feierlichkeit im Würzburger Kiliansdom ganz klar zum Ausdruck gebracht. Eine Stadt badet im Selbstmitleid In nur etwa 5 Minuten löschte der Täter von ...

Es reicht! Und zwar schon lange.

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  R.I.P. unbekannte kleine Wienerin Text: Birgit Gärtner Wir müssen über die Täter reden – und zwar jetzt! Einen Tag und zwei Nächte nach den Femiziden von Würzburg fanden Passanten in einem Wiener Park die Leiche eines 13jährigen Mädchens. Auch sie wurde Opfer einer Gewalttat. Die Tatverdächtigen: Zwei afghanische Asylbewerber im Alter von 16 und 18 Jahren . ICH WILL DAS NICHT MEHR LESEN MÜSSEN! Es ist mir völlig egal, ob der Täter Malte-Torben oder Abdirahman heißt. Wenn aber immer und immer und immer wieder junge Männer oder männliche Jugendliche aus zutiefst patriarchal strukturierten, stark religiös geprägten Gesellschaften oder Communities im Zusammenhang mit schweren Gewaltverbrechen als Täter in Erscheinung treten, dann müssen wir darüber reden. Und es müssen Lösungen gefunden werden – zu Ungunsten der Männer, nicht zu Lasten von uns Frauen.   Allen Männern sollte klar sein: das ist nicht nur ein Problem, dass uns als Frauen betrifft. Gewalt drängt mit...

Würzburg: Fünf Minuten des Horrors

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  Unser Mitgefühl gilt den Toten und Verletzten sowie ihren Angehörigen, unser Respekt gebührt jenen, die sich dem Täter mutig in den Weg stellten, selbst Opfer wurden und/oder (noch) Schlimmeres verhinderten. Text: Birgit Gärtner Update: Was bislang über den Anschlag – vorwiegend auf Frauen – in der Würzburger Innenstadt am 25. Juni 2021 bekannt ist Update 29.06.2021 Gestern schrieb ich, dass ich die Informationen nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen habe, vor allem aufgrund einer Pressekonferenz der Polizei Würzburg am vergangenen Samstag. Das stimmt auch. Anhand von Presseberichten hat sich das Bild unterdessen verdichtet, deshalb aktualisiere ich den Text entsprechend. Die Änderungen werden als solche farblich gekennzeichnet.  Zum Teil decken sich die aktuellen Informationen zu den getöteten Frauen nicht mit denen von der Pressekonferenz. Damit will ich nicht sagen, dass dort Unwahrheiten verbreitet wurden, sondern unterdessen ist einfach mehr bekannt, ...