Hintergrundinfos zu meiner Rede auf der Kundgebung „Für Wissenschaft, Demokratie, Frauen und Kinder“ am 1. November 2024 in Berlin

 


 Text, Fotos und Grafik: Birgit Gärtner

Georg Kellermann ist ein Mann - er war ein Mann, ist ein Mann und wird immer einer bleiben

Anlässlich der Kundgebung am 1. November 2024, der Tag, an dem in Deutschland das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz in Kraft trat, möchte Euch zu einer kleinen Zeitreise einladen. Und zwar führt uns diese Zeitreise zurück ins Jahr 1978, nach Ratingen im Kreis Mettmann bei Düsseldorf. Wieso ausgerechnet 1978 und warum Ratingen, das erklärt sich später selber.

Vergegenwärtigen wir uns also kurz die gesellschaftliche und politische Situation in der alten Bundesrepublik im Allgemeinen, in NRW im Speziellen und im Kreis Mettmann im Besonderen. Die Älteren werden sich erinnern – sofern sie im Westen gelebt haben. Diejenigen, die im anderen Teil dieser schönen Republik groß geworden sind, werden staunen – und die Jüngeren werden vielleicht verstehen, was wir Frauen alles erkämpft haben, was heute für selbstverständlich erachtet wird. Was vielen heute so selbstverständlich erscheint, dass sie es offensichtlich für entbehrlich halten.

 
Es war eine Männerwelt!

Politikerinnen waren die Ausnahmen, Männer entschieden, was gut für alle ist.

Die Justiz war eine absolute Männerdomäne.

Medienhäuser waren reine Männergesellschaften, jedenfalls auf den Entscheidungsebenen, Frauen waren Dekoration und wurden mit repräsentativen Aufgaben betreut. Mit Ausnahme von einschlägigen Publikationen rund um die Themen Mode, Haushalt, Beauty. Doch selbst die 1954 gegründete „Frauenzeitschrift“ Brigitte hatte bis 1985 nur Chefredakteure. Die einzigen Ausnahmen waren die EMMA und die Tageszeitung (taz).

Männer machten die Gesetze, die Frauen zu befolgen hatten. Und wenn nicht, dann richteten Männer über sie und darüber wiederum berichteten Männer in den verschiedensten Medienformaten.

Insgesamt waren Frauen in der Arbeitswelt stark diskriminiert, viele Berufe durften sie nicht ergreifen oder wurden einfach nicht eingestellt wegen ihres Geschlechts und wegen der im Regelfall zu erwartenden Mütterzeit.

Schwangerschaftsabbrüche waren illegal.

In den Universitäten waren Frauen deutlich unterrepräsentiert, obwohl genauso viele Mädchen Abitur machten wie Jungen.

Diese Liste könnte endlos fortgesetzt werden.

Das Kabinett-Schmidt II

1978 wurde das Land, die alte BRD, wie gesagt, von SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt regiert, trotz – oder gerade wegen – einfacher CDU/CSU-Mehrheit nach den Wahlen zum achten Deutschen Bundestag am 3. Oktober 1976 zum zweiten Mal eine sozialliberale Koalition mit der FDP einging, damit die Regierung und das zweite Kabinett Schmidt zusammenstellte.

Dieser achte Deutsche Bundestag bestand seinerzeit aus insgesamt 496 Abgeordneten, 243 CDU/CSU-, 214 SPD- und 39 FDP-Abgeordnete. Davon waren insgesamt 39 weibliche Abgeordnete, das entsprach einem Anteil von 7,9%. 21 davon in der CDU/CSU-Fraktion, 8,6% aller CDU/CSU-Abgeordneten, 14 in der SPD-Fraktion, das waren 6,5% der sozialdemokratischen Abgeordneten, 4 FDP-Frauen, das waren 10% der FDP-Fraktion.

  

 

Abgeordnete nach Parteizugehörigkeit und Geschlecht

 Der Frauenanteil bei den Abgeordneten im Deutschen Bundestag stieg kontinuierlich auf 37,3% in der Wahlperiode 2013 bis 2017. Damals waren 235 der 630 Abgeordneten Frauen. Im nächsten Bundestag sank der Frauenanteil auf 30,7% und beträgt aktuell 34,8%, wobei zwei der 256 als Frauen geführten Abgeordneten Männer sind. Real sind es also derzeit 34,5%.

Sitzverteilung im Deutschen Bundestag nach Geschlecht in %

1976 wurden im zweiten Kabinett Schmidt 16 Ministerien eingerichtet, von denen zunächst zwei (12,5%) mit Frauen besetzt wurden: Das Ministerium für Jugend, Familie und Gesundheit mit der SPD-Politikerin Antje Huber sowie das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der SPD-Politikerin Marie Schlei. Diese fiel mit antisemtischen und rassistischen Äußerungen negativ auf und verlor ihren Ministerinnen-Posten, den ihr Parteikollege Rainer Offergeld übernahm. Damit sank der Anteil der Frauen im zweiten Kabinett Schmidt auf 6,25%.

 

 In Nordrhein-Westfalen regierte 1978 die SPD ebenfalls mit der FDP. Von den insgesamt 200 Abgeordneten waren 10 Frauen, das entspricht einem Anteil von 5%. Von den 91 Abgeordneten der SPD waren 4 weiblich, das sind 4,4%. Die CDU stelle 95 Abgeordnete, davon ebenfalls 4, bzw. 4,2%, Frauen. Die FDP-Fraktion bestand aus 14 Abgeordneten, zwei davon Frauen, das entspricht einem Anteil von 14,3%. 

 

 

Von den 9 Ministerien wurde eines (11%) von einer Frau geleitet: Die Sozialdemokratin Inge Donepp war zunächst Ministerin für Bundesangelegenheiten, ab dem 9. Februar 1978 Justizministerin.

Im von der CDU regierten Kreistag Mettmann waren von 66 Abgeordneten 6 Frauen, 4 in der SPD, 2 in der CDU.

 

 Übersichtliches Medienangebot

Damals gab es drei, mit Glück in einigen Grenzregionen vier TV-Programm: ARD, ZDF und ein oder zwei dritte Programme.

Hauptinformationsquelle war die Tagesschau um 20h. Dann las uns allabendlich Dagmar Berghoff die Nachrichten vor – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Redaktion, die die Nachrichten erstellte, war rein männlich und Berghoffs Funktion war: Nachplappern, was andere – d.h. Männer – ihr vorkauten. „Nachrichtenansagerin“ nannte sich das, „Nachsagerin“ wäre treffender gewesen.

Sonntagsabends saß die Nation vor dem Fernseher, der „Tatort“ war ein echter Straßenfeger. Am 29. November 1970 gab das „Taxi nach Leipzig“ die Route für einen bis heute garantierten Quotenbringer vor. Am 29. Januar 1978 strahlte die ARD zum ersten Mal eine Folge mit einer Ermittlerin aus: Nicole Heesters spielte in der 84. Folge die Mainzer Kommissarin Buchmüller. Insgesamt drei Folgen wurden mit ihr produziert, von 1981 bis 1988 ermittelte Karin Anselm als Kommissarin Hanne Wiegand im Baden-Baden-Tatort, 1989 folgte Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal beim SWR.

1978 war die „Discothek im WDR“ längst Kult, DJ Mal Sandock brachte die Hörerinnen und Hörer in Sachen musikalische „Hit oder Niete“ auf den neuesten Stand, im Radio wurden Songs von Smokie, Sweet und Suzi Quatro gespielt, in den Discos zu Amanda Lear, Queen oder Baccara getanzt.

Der Anfang der journalistischen Karriere Georg Kellermanns

1978 begann ein Oberstufenschüler namens Georg Kellermann für die Lokalredaktion Ratingen der Rheinischen Post Beiträge zu verfassen, die auch gedruckt wurden. Die Rheinische Post wurde 1946 gegründet, Chefredakteur war zu dem Zeitpunkt Joachim Sobotta. Bis heute gibt es dort keine einzige Chefredakteurin.

Ob Joachim Sobotta auch Beiträge von einer Oberstufenschülerin angenommen und abgedruckt hätte, ist die große Frage. Zu sagen, nein, hätte er nicht, ist natürlich Spekulation. Aber der Medienbetrieb war damals männerdominiert. Zwar war bereits ein Jahr vorher das Frauenmagazin EMMA gegründet worden, bis heute mit einer rein weiblichen Redaktion, aber in den Chefetagen der führenden Medien saßen seinerzeit nur Männer:

Bei der ARD, einem 1950 gegründeten Rundfunkverbund der Landesrundfunkanstalten und der Deutschen Welle, sollte erst knapp 30 Jahre später eine Frau Intendantin einer Landesrundfunkanstalt werden:  Monika Piel war von 2007 bis 2013 Intendantin des WDR.

Die Tagesschau hat bis heute keine einzige Chefredakteurin.

Das ZDF, 1963 gegründet, hatte bis heute keine Intendantin, allerdings sind von den vier dem Intendanten unterstellten Direktorinnen und Direktoren aktuell drei Frauen.

Der SPIEGEL, 1947 gegründet, hatte bis heute mit Barbara Hans (1. Januar 2019 bis 30. April 2021) die erste Chefredakteurin.

Der Stern hatte bis heute keine Chefredakteurin, 2022 wurde Anne-Beeke Gretemeier zur ersten weiblichen stellvertretenden Chefredakteurin. Sie ging in Elternzeit und seit 2023 ist Cornelia Fuchs eine der beiden stellvertretenden Chefredakteurinnen.

Bild bekam 2016 mit Tanit Koch die erste Chefredakteurin.

Bei der Welt wurde Dagmar Rosenfeld am 1. März 2019 die erste Chefredakteurin, ihr folgte am 1. Januar 2022Jennifer Wilton.

Die Süddeutsche Zeitung (SZ) bekam 2020 mit Judith Wittwer die erste Chefredakteurin.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat keine Chefredaktion, sondern die inhaltliche Ausrichtung wird durch die Herausgeber bestimmt. Bis heute ist darunter keine einzige Frau.

Bei der „Frauenzeitschrift“ Brigitte wurde Anne von Blomberg 1985 die erste Chefredakteurin.

Lediglich die 1978 gegründete Tageszeitung (taz) bildet eine Ausnahme. Zunächst erschien das alternative Blatt als Versuchsballon, als sogenannte „Nullnummer“, nach vier „Nullnummern“ am 17. April 1979 die erste reguläre Ausgabe. Produziert von einem Kollektiv, in dem die Frauen 1980 eine 52%-Frauenquote in allen Bereichen durchsetzte. 1984 wurde Thomas Hartmann der erste Chefredakteur, doch schon 1988 löste ihn mit Georgia Tornow eine Frau ab. 10 Jahre, von 1999 bis 2009, war Bascha Mika taz-Chefredakteurin, von 2015 bis 2020 Ines Pohl, die 2020 von Barbara Junge abgelöst wurde. Aktuell bildet sie mit Ulrike Winkelmann eine weibliche Doppelspitze. Das ist, abgesehen von der EMMA, eine absolute Ausnahme im Medienbereich.

  

Stand 1978

Diskriminierung gehörte zum Arbeitsalltag von Frauen

Überhaupt durften Ehefrauen 1978 erst seit einem Jahr – ich wiederhole: einem Jahr – berufstätig sein, ohne dafür das Einverständnis ihres Ehemannes einholen zu müssen. Grundsätzlich war Frauen Berufstätigkeit erlaubt und gerade in der breiten Masse der Bevölkerung auch üblich, aber für Ehefrauen galt, dass die Berufstätigkeit mit den „Pflichten in Ehe und Familie“ vereinbar sein musste. Diese zu verletzen, z. B. durch Berufstätigkeit, wurde als Scheidungsgrund anerkannt, die Frau galt als schuldig geschieden und bekam kein Sorgerecht für ihre Kinder, selbst wenn diese auch nach der Trennung bei ihr lebten.

Zu diesen „ehelichen Pflichten“ gehörte auch der „eheliche Beischlaf“, Vergewaltigung in der Ehe wurde erst im Juli 1997 mit dem 33. Strafrechtsänderungsgesetz Straftatbestand,  das Merkmal „außerehelich“ wurde aus dem Tatbestand der Vergewaltigung, § 177 StGB, gestrichen, so dass seitdem auch die eheliche Vergewaltigung als ein Verbrechen geahndet wird. Auch die Verweigerung dieser „ehelichen Pflicht“ konnte dazu führen, dass Frau schuldig geschieden und des Sorgerechts für ihre Kinder beraubt wurde.

Apropos Berufstätigkeit: 1978, als der Abiturient Georg Kellermann Beiträge für die Rheinische Post verfasste, war Berufstätigkeit für Frauen generell mit Diskriminierung verbunden, nicht nur im Medienbereich.

Pilotin konnten sie nicht werden, weil den Fluggesellschaften die Ausbildung zu teuer war für eine Arbeitskraft die – so wurde es unterstellt – alsbald wegen Familienplanung ausfallen würde. Abgesehen davon machten viele Piloten in der zivilen Luftfahrt ihren Pilotenschein bei der Bundeswehr, diese war damals eine reine Männerarmee.

Das Handwerk tat sich schwer, Frauen einzustellen, weil angeblich der Daumen zu kurz und die Hand insgesamt zu klein war für die Bedienung der Maschinen.

Für Frauen galt ein Nachtarbeitsverbot, mit Ausnahme beispielsweise im Pflegebereich. Dieses Nachtarbeitsverbot führte zur wohl bekanntesten Tarifauseinandersetzung in der Geschichte der Bundesrepublik: Den Kampf der Heinze-Frauen für gleichen Lohn für gleiche, bzw. gleichwertige Arbeit.

1978 wurde in der Abteilung Filmentwicklung des Gelsenkirchener Unternehmens Heinze Nachtarbeit eingeführt. Da diese den dort beschäftigten 53 Frauen untersagt war, stellt das Unternehmen 16 Männer ein. Diese bekamen neben dem Nachtzuschlag einen weiteren Zuschlag zu dem regulären Stundenlohn von mindestens 1,50 Mark, die Frauen in der Tagesschicht wurden mit durchschnittlich 19 Pfennig Zulage abgespeist. Dagegen klagten die Frauen mit Unterstützung der Gewerkschaft IG Druck und Papier und in dritter Instanz vor dem Bundesarbeitsgericht in Kassel bekamen sie schließlich Recht. Der Arbeitskampf der Heinze-Frauen wurde von Politikerinnen und Politikern, aber auch Prominenten unterstützt. Am bekanntesten ist die Solidarität der Hamburger Künstlerin Fasia Jansen, die ihnen mit „Keiner schiebt uns weg“ ein musikalisches Denkmal setzte.

Die erste – und bislang einzige – reine Frauenliste

Zehn Jahre später und acht Jahre nachdem der Abiturient Georg Kellermann anfing, Beiträge für die Lokalpresse zu schreiben, am 26. November 1986 zog die GAL-Frauenliste mit 13 Abgeordneten als einzige rein weibliche Frauen-Fraktion in die Hamburgische Bürgerschaft ein: Kristina Kukielka, Thea Bock, Ulla Jelpke, Adrienne Goehler, Anja Kuhr, Erika Romberg, Cornelia Jürgens, Ulla Bussek, Margret Hauch, Heide Neitsch, Eva Hubert, Ingeborg Glock und Eva Brandes.

Ihr Wahlprogramm listete detailliert wie nie zuvor die Benachteiligung der Frauen in Hamburg auf:

 Eine Arbeiterin verdiente damals 30% weniger als ihr männlicher Kollege

Frauen stellten 93% aller Teilzeitbeschäftigten

60% der Sozialhilfeempfängerinnen

3% aller Ingenieure

56% der Rentnerinnen mussten mit weniger als 500 Mark auskommen.

Der reinen Frauenfraktion war leider nur eine Legislaturperiode beschieden, aber immerhin gelang es den Grünen Frauen, eine 50%-Frauenquote durchzusetzen. Diesem Beispiel folgte später die PDS, inzwischen DIE LINKE, auch SPD, CDU und sogar CSU haben unterdessen eine Frauenquote, wenngleich auch keine 50-%-Quote.

"Mir ging es nie darum, ob Frauen besser oder schlechter Politik machen", sagte Adrienne Goehler damals dem Hamburger Abendblatt, "sondern darum, dass sie anders Politik machen."

Das ist, wie wir heute wissen, leider nicht passiert.

Männer sind die besseren Frauen … nicht

Was aber passiert ist: Frauenquoten werden unterdessen von Männern gefüllt. Beispielsweise durch den Grünen Abgeordneten Markus Ganserer, der als „Tessa“ Ganserer firmiert, 2021 in den Bundestag gewählt wurde und dort als weibliche Abgeordnete geführt wird. Ebenso wie der ebenfalls grüne Abgeordnete Nyke Slawik, der sich als „Queerpolitikerin“ für die Liberalisierung von Prostitution einsetzt.

Doch zurück zu dem Abiturienten Georg Kellermann. Im Jahrgang 1978 lag der Anteil der Jungen und Mädchen beim Abitur gleichauf: Rund 16% aller Schülerinnen und Schüler machten das Abitur .

1978 begannen 938.752 junge Menschen ihr Studium, 607.190 (65%) männlich, 331.562 (35%) weiblich. Mit anderen Worten: Obwohl der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten gleich hoch war, begannen doppelt so viele Jungen ein Studium wie Mädchen.

2018 machten ca. 34% aller Schülerinnen und Schüler Abitur, 29% aller Schüler und ca. 38% aller Schülerinnen. Entsprechend stieg die Zahl der Erstsemester 2018 auf 2.868.222, 1.465.978 (51,1%) Studenten und 1.402.244 (48,9%) Studentinnen. 2023 waren es 2.868.311, 1.407.830 (49%) Studenten und 1.460.481 (51%) Studentinnen. 

 

Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten in %

 

In der Politik, den Medien oder den Führungsetagen der Wirtschaft spiegelt sich das noch lange nicht wider. Allerdings hängt das auch von der Wahl des Studienfaches ab. Wer „irgendwas mit Gender“ studiert, wird eher nicht Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank.

Georg Kellermanns Karriere ging voran

1983 bewarb sich Georg Kellermann beim WDR und machte dort eine ansehnliche Karriere, die Frauen – Müttern zumal – in aller Regel nicht möglich war, die aber auch lange nicht alle Journalisten schafften. Diese berufliche Leistung soll ihm nicht abgesprochen werden.

Mitte der 1980er Jahre entdeckte Georg Kellermann die Georgine in sich, sprich seine feminine Seite, erklärte sich seinem Vater gegenüber als Transgender und trug im geschützten privaten Rahmen Frauenkleider. Das, so glaubt er bis heute, mache ihn zur Frau.

Nein! Georg Kellermann ist ein Mann und Frausein kein Kostümfest.

Ein solcher Hang zu Kostümierungen aller Art war übrigens in den 1980ern überhaupt kein gesellschaftlich relevantes Thema. Die schrillsten Outfits waren Mode, lackierte Fingernägel und Lippenstift bei Männern, alles kein Drama. Wenn Ihr das nicht glaubt, schaut Euch 80er Jahre Musikvideos an. Es war schlicht egal, ob Freddy Mercury oder Jimmy Summerville schwul waren, es wurde zu „Lola“ geschwoft und der Text mitgegrölt, es war absolut nicht von Belang, ob Amanda Lear eine Frau oder eigentlich doch ein Mann war. Bunt und schrill ging es nicht nur auf der Bühne zu, sondern auch auf der Tanzfläche davor.

Allerdings, und das war die Lebensrealität von Georg Kellermann zu dem Zeitpunkt, in den biederen Medien wie dem WDR schickte es sich selbstverständlich nicht, dass dort Reporter geschminkt und in  Frauenkleidung ihren Job machen. Alle mussten sich einem strengen Dresscode unterwerfen. Für Frauen – sofern sie im Rampenlicht standen – gehörten zu diesem Dresscode Highheels.

Für Kellermann war es „ein wahnsinniger Kraftakt“, dass er als Mann im Job keine tragen durfte, wie er in einem Interview erläuterte:

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Ich hatte die Pumps an, bis ich in die Tiefgarage des Studios fuhr. Dann habe ich sie ausgezogen.

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Bis heute kämpfen Frauen in verschiedenen Berufen gegen diesen Dresscode.

Der kümmerliche Protest gegen unsere Kundgebung

Und so einfallsreich:

Georg Kellermann war ein Mann, ist ein Mann und bleibt ein Mann

 


Georg, von mir aus auch Georgine, Kellermann ist ein Mann, der als Auslandskorrespondent Karriere beim WDR machte, zu einer Zeit, als es kaum Frauen im Medienbereich gab.

Laut Wikipedia zog „sie“ 1997

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nach Washington, um von dort zusammen mit Claus Kleber, Tom Buhrow und Sabine Reifenberg als Korrespondenten für die ARD zu berichten. 2002 ging Kellermann für fünf Jahre als ARD-Korrespondentin nach Paris, führte ab 2006 das ARD-Studio in Bonn und wurde 2014 Studioleiterin des WDR-Studios in Duisburg. 2019 übernahm sie die Leitung des WDR-Studios in Essen. Im September 2023 ging Kellermann nach mehr als 40 Jahren Berufstätigkeit in den Ruhestand.

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Das ist schlicht und ergreifend falsch, Georg Kellermann war nie KorrespondentIN, schon gar nicht AuslandskorrespondentIN. Das ist auch dann falsch, wenn wir der verquasten Logik der Queersinnigen folgen. Georg Kellermanns offizielles Comingout als Transgender erfolgte 2019, als er 62 Jahre alt war und kurz vor der Pensionierung stand. Seither nennt er sich Georgine, diesen Namen ließ er auch in seinen Pass eintragen. Seine gesamte berufliche Karriere hat er als Mann gemacht – begonnen zu einer Zeit, als Frauen im Medienbereich rar gesät waren und wenn, dann als eine Art gut gekleidete Sprechpuppe fungierten. Auslandskorrespondentin sind auch später die wenigsten Kolleginnen geworden, schon gar nicht, wenn sie wie Georg Kellermann Familie hatten.

In dem Dress, den er für den Inbegriff von Weiblichkeit hält, im Sender zu erscheinen, verlangte ihm nicht nur eine Dreiviertelstunde weniger Schlaf für die Umwandlung von Georg in Georgine ab, sondern anfangs tatsächlich auch Mut. Dass er nicht nur „als Frau akzeptiert“, sondern nachgerade bejubelt wurde, damit konnte er auch 2019 nicht rechnen. „Ich habe einen Candystorm geerntet“, staunt Kellermann in einem Zeit-Interview.

Warum aber diesen Mut verschwenden für eine Illusion, nämlich die irreale Vorstellung, durch einen bestimmten Kleidungsstil und Make-up zur Frau zu werden? Warum reichte der Mut nicht für ein Statement wie:

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Hallo, ich bin der Georg und ich habe den Kleiderschrank meiner Großmutter geerbt. Samt Inhalt. Außerdem schminke ich mich wahnsinnig gerne und fahre total auf Highheels ab.

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Beispielsweise Jorge Gonzales macht das doch auf eine erfrischende und unkomplizierte Weise vor. Okay, nicht die Nummer mit Ommas Kleiderschrank, sondern schon ziemlich schrill. Aber seien wir doch mal ehrlich: Etwas Pepp könnte Georgine doch vertragen, oder?

Apropos Mut: Wir Frauen brauchen jetzt den Mut, Männern wie Georg Kellermann Grenzen zu setzen.

Das heute in Kraft tretende Selbstbestimmungsgesetz muss zurückgenommen werden.

Dafür müssen wir viel mehr werden.

Wir müssen lauter werden.

Wir müssen laut sagen: NEIN!

Wir müssen diesen Kampf gewinnen.

Wir werden diesen Kampf gewinnen!

Oder, um es mit Fasia Jansen zu sagen:

Keiner schiebt uns weg!

Transideologie – ein Angriff auf unser Innerstes

Die rückwirkende Umschreibung männlicher Normal-Biografien zu weiblichen Erfolgsstories ist allerdings mehr als Geschichtsklitterung und damit Negierung weiblicher Lebensrealitäten, die Transideologie insgesamt ist ein Angriff auf den innersten Kern unserer Persönlichkeit, der mit dem Begriff „Gaslighting“ beschrieben wird. Darunter wird die gezielte Manipulation einer Person verstanden, die auf Desorientierung, Realitätsverlust und Beeinträchtigung des Selbstbewusstseins abzielt. Personen wie „Georgine“ Kellermann oder „Tessa“ Ganserer werden als Mann wahrgenommen, egal, wie sie sich kleiden. Nun sollen wir qua Gesetz dazu verpflichtet werden, sie als Frau anzuerkennen. Tun wir das nicht, so drohen uns drakonische Strafen, denn das „Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag“ (SBGG) ist am 1. November 2024 tatsächlich in Kraft getreten. Das ist strukturelles Gaslighting.

Laut Wikipedia werden

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ähnliche Methoden werden von totalitären Regimen und Sekten als Mittel zur Gehirnwäsche, „Zersetzung“ (Stasi), Manipulation und Indoktrination angewendet und führen beim Opfer unter anderem zu tiefgreifender und nachhaltiger, teilweise existenzieller Verunsicherung und Verwirrung, zur Schwächung und Schädigung von Selbstbewusstsein, Persönlichkeit und Widerstandskraft, zur Herbeiführung von Angst- und Panikzuständen bis hin zu Wahnvorstellungen und psychotischen Zuständen.

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Wenn wir unserer Wahrnehmung nicht mehr vertrauen können, wem denn dann?

Wenn wir unserer Wahrnehmung nicht mehr trauen können, werden wir zutiefst verunsichert, hilflos und sind leicht manipulierbar.

Die Frage, die sich mir stellt: Was verspricht sich die Regierung perspektivisch von einer völlig desorientierten, sprich destabilisierten Bevölkerung?

Wir haben selbst bestimmt, die Dinge, bzw. die Männer, auch weiterhin beim Namen zu nennen

Falls sich jemand der Genannten bemüßigt fühlt, mich, bzw. uns, anzuzeigen: Tun Sie sich keinen Zwang an. Die Adresse müssen Sie gar nicht lange recherchieren, fragen Sie einfach, wir geben sie Ihnen gerne. Wir  warten sogar drauf, denn wir werden auf unserem Recht, die Dinge, bzw. die Männer, beim Namen zu nennen, beharren und für dieses Recht notfalls vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) ziehen. Dann wollen wir doch mal sehen, wer am Ende Rechte bekommt: Eine Männerrechtsbewegung oder der gesunde Menschenverstand.

Das ist eine Aufforderung zum Tanz, meine Herren.

Und es ist

DAMENWAHL!

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