Mahnwache in Erinnerung an die "Kölner Silvesternacht"
Diese Nacht war der Beginn einer rasanten Veränderung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, der Weg von der "Kölner Silvesternacht" bis zur "Stadtbild"-Debatte ist gepflastert mit mindestens 128 Toten.
Text und Fotos: Birgit Gärtner
Der
Verein „Frauenheldinnen“ erinnerte mit einer Mahnwache auf dem Bahnhofsplatz an
ein Ereignis, das sich am 31. Dezember 2025 zum 10. Mal jährte und das als
„Kölner Silvesternacht“ in die Geschichte einging. Wir waren dabei.
Ca. 2.000 Männer arabischer und nordafrikanischer Herkunft versammelten sich an jenem Tag auf den Plätzen um Hauptbahnhof und Dom. Sie hatten sich verabredet, um Jagd auf Frauen zu machen, „ungläubige Huren“ in ihren Augen, mit dem Ziel, diese aus der Öffentlichkeit zu vertreiben. Zunächst beschossen sie den Dom während der Messe mit Feuerwerkskörpern, später umringten sie in Gruppen Frauen, die sie geschickt von ihren Begleitern separierten, belästigten und nötigten diese sexuell, bis hin zur Vergewaltigung, und bestahlen sie noch ganz nebenbei.
Das war der größte Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, wenngleich er nie als solcher gewertet wurde. Es war ja „nur eine Frau“, zwar Hunderte Male „eine Frau“, aber eben „eine Frau“.
Die Belange von Frauen interessieren im Allgemeinen nicht sonderlich, sexuelle Gewalt gilt als Kavaliersdelikt, wenn frau an Silvester nicht angegrabscht werden will, soll sie halt zuhause bleiben, oder wenigstens gucken, dass der Rock nicht zu kurz und die Bluse zugeknöpft ist.
Allerdings waren es nicht nur die falschen Opfer, sondern auch die falschen Täter. Auch wenn die nordafrikanischen Desperados keine waren, galten sie gemeinhin als Geflüchtete, die, einer aussterbenden Spezies gleich, den besonderen Schutz der Gesellschaft genossen – im Gegensatz zu den betroffenen Frauen.
Täter-Opfer-Umkehr
Dem Terroranschlag folgte eine bis heute nicht enden wollende Welle des Täterschutzes gepaart mit Victim-Blaming: Nachdem lange versucht worden war, die Herkunft der Täter zu vertuschen, wurden die Frauen als „Rassistinnen“ beschimpft, die Opfer, die bei der Polizei oder den Medien gegenüber Ross und Reiter beim Namen genannt hatten, und auch alle, die sie unterstützen. Beispielsweise die EMMA, anderen Journalistinnen, die ihren Job ernstnahmen, recherchierten und schrieben, was war, und auch der Verein „Frauenheldinnen“, der jetzt die Mahnwache organisierte.
Dass die „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) sich von den „Frauenheldinnen“ inspirieren ließ, ebenfalls eine Mahnwache organisierte und sich direkt neben den Frauen aufstellte, brachte die örtliche Antifa auf den Plan. Diese hatten – in Gestalt von jungen Mackern, die vor 10 Jahren vermutlich noch nicht einmal alleine aus dem Haus durften – nichts Besseres zu tun, als den Bahnhofsplatz zu beschallen, um das von ihnen als „rechtsextrem“ gelabelte BPE zu übertönen – und damit auch die Frauen. Gesprächsversuche seitens einiger Frauen scheiterten an dem vorgefassten Raster „gegen Rassismus“ und auf die Frage, was die Antifa für die Sicherheit von Frauen zu tun gedenken, hatten sie keine Antwort. Außer „Rassismus bringt uns nicht weiter“.
Nein, Rassismus bringt uns nicht weiter. Nur ist es kein Rassismus, sich gegen Männergewalt zu wehren. Und wenn diese eindeutig auf die muslimisch geprägte Sozialisation der Täter zurückzuführen ist, dann muss das auch so benannt werden. Organisierte Hetzjagden auf Frauen, bei denen sie sexuell belästigt, genötigt, und vergewaltigt werden, kannten wir bis dato nicht in Deutschland. Danke an die „Frauenheldinnen“, dass Ihr das auch genau so benannt habt!
Alle Parteien waren angeschrieben und eingeladen worden, lediglich das „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“(BSW) folgte dieser Einladung. Auch die Medien ließen sich die Chance entgehen, Fehler von vor 10 Jahren nicht zu wiederholen. Auch der WDR, dessen Studio in Sichtweite des Bahnhofsplatzes ist, hielt eine Berichterstattung über die Aktion offenbar für überflüssig.
Später sollte sich herausstellen, dass
1. diese Männer nicht ausschließlich in Köln untergebracht waren, sondern mit Bus und Bahn aus dem Umland anreisten
2. diese Form der Belästigung als „Antanzen“ längst bekannt war, jedoch seitens Polizei und Justiz lediglich unter dem Aspekt „Diebstahl“ betrachtet wurde – was in dem Ausmaß ja durchaus unter „Organisierte Kriminalität“ zu registrieren gewesen wäre
3. das Areal rund um Hauptbahnhof und Dom als Hotspot der „Antänzer“ bekannt war
4. in jener Nacht Ähnliches, wenn auch nicht in dem Ausmaß, auch an anderen Orten passierte, beispielsweise dem Hamburger Jungfernstieg
5. bereits zuvor landauf, landab dieses „Antanzen“ bei Festivitäten aller Art registriert wurde
6. diese Form der organisierten sexuellen Gewalt in der muslimischen Welt unter dem Begriff „taharrush gamea“ bekannt war, u.a. vom Tahrirplatz in Ägypten während des sogenannten „Arabischen Frühlings“.
Während und in Folge dieser Nacht wurden alleine hinsichtlich der „Kölner Silvesternacht“ 1.304 Strafanzeigen gestellt, davon 661 wegen Sexualstraftaten. Es folgten 52 Anklagen, 2 Bewährungsstrafen und 1 Gefängnisstrafe.
Das war der Beginn einer rasanten Veränderung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, das Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kürzlich mit dem knappen Begriff „Stadtbild“ auf den Punkt brachte. Zwar hat der Kanzler ganz offensichtlich keine konstruktive Lösung für dieses Problem – zumindest behielt er diese für sich, sollte er eine haben, geschweige denn, dass er seinen ungeschickten Worten Taten folgen ließ. Doch dass dieses Land sich sehr zum Nachteil verändert hat, kann nur übersehen, der die Augen ganz fest vor der Realität verschließt.
Kam es zunächst „nur“ zu sexuellen und tätlichen Übergriffen durch Flüchtlinge und Migranten, waren bald die ersten Toten zu beklagen. Jedes Opfer bedauernswert, aber eben ein „Einzelfall“. Der Weg von der „Kölner Silvesternacht“ bis zur „Stadtbild“-Debatte ist im wahrsten Sinne des Wortes gepflastert mit Leichen. Mitte November 2025 wurde bei der Trauerwache in Berlin 128 „Einzelfällen“ – Todesopfern schwerer Gewalttaten von Flüchtlingen und Migranten – gedacht. Und das sind nicht einmal alle!

Das Drama am Budapester Bahnhof „Keleti“
Mitte 2015 beklagte die damalige italienische Regierung Überlastung aufgrund der vielen Flüchtlinge, die über das Mittelmeer beispielsweise im süditalienischen Lampedusa ankamen. Dabei wollten die meisten gar nicht in Italien bleiben. Der „Internationalen Organisation für Migration“ (IMO) zufolge stellten lediglich 8% aller registrierten Ankömmlinge in Italien einen Asylantrag, die meisten reisten weiter, u.a. nach Deutschland, wo 40% von ihnen mit dem Zauberwort „Asyl“ Obdach fanden. Ungarn wurde zu einem wichtigen Transitland, wies aber die meisten Flüchtlinge ab: Bereits 2014 wurden von 40.000 Asylgesuchen nur 550 anerkannt. Im Juli 2015 entschied die Orbán-Regierung, die Grenze zu Serbien mit einem Zaun zu sichern. Von insgesamt 25.000 Asylanträgen wurden 2015 nur 146 positiv entschieden.
Am 21. August 2015 verkündete das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ (BAMF) eine „Verfahrensregelung zur Aussetzung des Dublinverfahrens für syrische Staatsangehörige“. Bei Neuanträgen syrischer Staatsbürger solle kein „Dublin-Verfahren“ eingeleitet werden. Das bedeutete quasi offene Türen für Flüchtlinge, solange sie nachweisen konnten, dass sie aus Syrien stammten – sofern dies überhaupt nachgefragt, geschweige denn –geprüft wurde. Unter Flüchtlingen, die auf verschiedenen Routen nach Europa gelangen wollten, entstand der Eindruck, dass, wer es einmal bis nach Deutschland geschafft hatte, nicht abgewiesen werden würde. Am 31. August 2015 sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren berühmten Satz: „Wir schaffen das!“
Das ermunterte nicht nur jene, die schon unterwegs waren, sich nirgendwo auf ihrer Route als asylsuchend registrieren zu lassen, sondern zog weitere Flüchtlingsströme nach sich. In Ungarn stauten sich Flüchtlinge auf dem Weg über Österreich nach Deutschland. Victor Orbán reagierte mit einer drastischen Maßnahme: Er ließ den Budapester Hauptbahnhof „Keleti“ abriegeln und den Fernverkehr nach Österreich einstellen.
Am 3. September 2015 kam im bereits überfüllten Bahnhof Keleti ein Zug mit weiteren Flüchtlingen an, die entsprechende Fahrkarten nach oder in Richtung Österreich gekauft hatten. Der Zug wurde in einen Ort ca. 35 km vor Budapest geleitet und die Flüchtlinge aufgefordert, sich in ein dortiges Lager zu begeben. Das verweigerten die Passagiere und blieben im Zug. Daraufhin weigerten sich andere, in Keleti in Züge zu steigen, weil sie befürchteten, ebenfalls statt in Österreich in ungarischen Lagern zu landen.
So campierten immer mehr Menschen im Untergeschoss des Bahnhofs; in der Nacht zum Freitag, den 4. September 2015 waren es etwa 3.000. Am anderen Morgen machte sich eine große Gruppe Schutzsuchender zu Fuß aus Budapest in Richtung Österreich auf und ging sodann entlang der Autobahn M1. Die Rede war von etwa 1.000 Personen.
Die Deutschen müssen komplett bekloppt sein
Victor Orbán stellte den damaligen österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Angela Merkel schließlich vor die Wahl, entweder ihn offiziell zu bitten, die Flüchtlinge aufzuhalten und einem ungarischen Asylverfahren zu unterziehen, oder er werde sie weiterziehen lassen. Werner Faymann ließ sie nach Österreich einreisen und auch Deutschland öffnete die Grenzen. Somit wurde das Gerücht zur Gewissheit: In Deutschland war das Asylgesetz außer Kraft gesetzt und niemand wurde abgewiesen. Asylwillige brauchten auch nicht mehr zu laufen, sondern wurden mit Bussen nach Österreich und von dort aus per Bahn nach Deutschland transportiert.
Die Rede war von Familien, die sich aus dem Bürgerkriegsland Syrien auf den Weg ins sichere Europa gemacht hätten. An den Bahnhöfen fanden sich wohlmeinende Deutsche ein, die den einfahrenden Zügen applaudierten und Plüschtiere an die Ankommenden verschenkten. Doch statt der hauptsächlich erwarteten Familien kamen vor allem junge, kräftige Männer, Männer und noch mehr Männer. Die müssen die klatschenden, Teddybär werfenden Deutschen für komplett bekloppt gehalten haben.
Der Ansturm war schwer zu bewältigen, aus den ursprünglich erwarteten 1.000 Menschen waren Zigtausende geworden. Wie viele Menschen damals nach Deutschland einreisten, ist bis heute nicht bekannt. Auch nicht, wer von den Eingereisten geblieben und wer weiter gereist ist nach Skandinavien.
Messe- und Turnhallen wurden geräumt und mit Menschen vollgestopft. Als in Hamburg Zeltstädte errichtet wurden, packten auch linke Gruppen mit an. Schon da war klar, dass es nicht funktionieren würde: Menschen aus verschiedenen Ländern mit all ihren religiösen und ethnischen Konflikten, zusammengepfercht auf engstem Raum, bar jeder Privatsphäre, darunter auch Familien und Frauen, die sich so gezwungen sahen, nicht nur den ganzen Tag verschleiert zu bleiben, sondern auch in voller Montur schliefen.
Junge, kräftige Männer, Männer und noch mehr Männer
Die Konflikte innerhalb der Unterkünfte ließen nicht lange auf sich warten, auch nicht die sexuellen Übergriffe auf die geflüchteten Frauen; doch auch die Städte und Ortschaften wurden in Mitleidenschaft gezogen. Mangels Alternative sammelten sich männliche Flüchtlinge an Bushaltestellen, Spielplätzen, in Parks und belagerten in den kommenden Sommern die Wiesen in den Freibädern. Arbeiten durften sie aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nicht, Deutsch- oder sonstige Integrationskurse wurden zwar angeboten, waren aber nicht verpflichtend, oder die Anwesenheitspflicht wurde nicht durchgesetzt. Ebenso wenig das Asylrecht, so dass immer mehr einreisten, größtenteils junge, kräftige Männer, Männer und noch mehr Männer.
Viele von ihnen hatten keine Perspektive da, wo sie herkamen, hatten auf ihrem Weg nach Europa keine Perspektive gefunden – oder auch gar nicht gesucht – und hatten auch in Deutschland keine. Sie brachten eine Sozialisation in frühmittelalterlichen Gesellschaften mit, Frauen-, Juden-, Christen- und überhaupt Hass auf den Westen, auf die „Ungläubigen“, auf die westliche Lebensart.
Natürlich nicht alle. Darunter waren auch Menschen, die froh waren, dem Frühmittelalter entronnen zu sein. Die Mehrzahl von ihnen kam indes aus Gesellschaften, in denen Konflikte gewaltsam gelöst werden, sie waren durch Krieg und Flucht schwer traumatisiert und eben völlig perspektivlos. Entsprechende psycho-soziale Betreuungsangebote gab es nicht einmal für Deutsche in ausreichendem Umfang, geschweige denn für Hunderttausende Migranten.
Eines der ersten Mordopfer war der Dolmetscher Farhad S. Die Bekanntschaft mit einer jungen Frau namens Santa Maria wurde ihm vermutlich zum Verhängnis. Durch die Flüchtlingskrise war er aufgrund der guten Auftragslage zu bescheidenem Reichtum gekommen. Plötzlich, Ende November 2015, verschwand er. Bis März 2016 galt er als verschollen, dann wurde seine Leiche in einem Waldstück in Sachsen-Anhalt gefunden. Die Ermittlungen ergaben der „Mitteldeutschen Zeitung“ (MZ) zufolge, dass er vermutlich von besagter junger Frau nach Leipzig gelockt und von ihr, ihrer Mutter Entessar A. und ihrem Freund Mohammad A. umgebracht worden sein. Den Dreien wurde als Motiv Habgier unterstellt. Ein Fall, der über die lokalen Medien hinaus keine Aufmerksamkeit erreichte. Der erste bedauerliche „Einzelfall“ nach der Grenzöffnung 2015.

„Der Schock“
Kurz nachdem Ferhad S. verschwand, kam „der Schock“ wie Alice Schwarzer später titelte, für ganz Deutschland: die „Kölner Silvesternacht“. Nach Polizeiangaben hatten sich beim Kölner Hauptbahnhof „auf dem Bahnhofsvorplatz sowie der angrenzenden Treppe zur Domplatte“ vor der Nordseite des Doms in den letzten Stunden des 31. Dezember 2015 „zeitweise mehr als 1.000 Personen angesammelt. Dabei handelte es sich überwiegend um männliche Personen im Alter zwischen ca. 15 und 35 Jahren, die dem äußeren Eindruck nach aus dem nordafrikanischen/arabischen Raum stammten.“ Die Personen wurden von den Einsatzkräften als zum Großteil „stark alkoholisiert“ und „völlig enthemmt und aggressiv“ beschrieben.
Schon vor Mitternacht hatte die Polizei den Bahnhofsvorplatz zeitweise geräumt, weil in der Menge Feuerwerkskörper gezündet wurden und nach polizeilicher Einschätzung eine Massenpanik drohte. Wie sich später herausstellen sollte, wurde bereits am Nachmittag der Dom mit Feuerwerkskörpern beschossen. Auf dem Vorplatz sowie im Innenbereich des Hauptbahnhofs und rund um den Kölner Dom wurden überwiegend Frauen von unterschiedlich großen Gruppen von Männern umringt und dabei massiv sexuell belästigt, beleidigt oder sexuell genötigt und ausgeraubt. Die Opfer beschrieben später in Interviews, wie sie immer wieder und überall am Körper, vor allem zwischen den Beinen, angefasst worden seien und wie man versucht habe, ihnen die Kleidung auszuziehen, während die Täter gleichzeitig in die Taschen gegriffen hätten. Versuche, in dieser Situation Hilfe von der Polizei zu bekommen, seien gescheitert.
Der Einsatz der Polizei dauerte von 21:45 bis 7:30 Uhr. Dabei waren bis zu 143 Kölner Landespolizeibeamte und 70 Bundespolizisten im Einsatz. Erste Hinweise auf eine große Zahl schwerer Straftaten erhielt die Kölner Polizei nach eigenen Angaben gegen 1:00 Uhr. Die Polizei stellte in 71 Fällen die Personalien fest. Dabei wies sich der Großteil der Personen aus dem nordafrikanischen/arabischen Raum durch eine Meldebescheinigung des BAMF als Asylsuchender aus. Es gab in der Nacht 10 Platzverweise, 5 Festnahmen und 11 Ingewahrsamnahmen.
Trotzdem verschickte die Kölner Polizei am Neujahrsmorgen 2016 eine Pressemitteilung mit der Überschrift: „Ausgelassene Stimmung – Feiern weitgehend friedlich“. In Facebook-Gruppen jedoch tauchten mittags erste Berichte von Betroffenen über die Übergriffe auf. Der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtete als erstes Medium darüber, während ansonsten überall die friedliche Silvesternacht gelobt wurde. Dass es nicht nur in Köln, sondern auch in Hamburg und anderen Orten zu solchen massenhaften sexuellen Übergriffen gekommen war, ahnte damals noch niemand. Am 2. Januar 2016 wurde ruchbar, dass mehr als 30 betroffene Frauen Anzeige erstattet und rund 40 Männer beschuldigt hatten. Am 5. Januar sprach die damalige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) von 90 Strafanzeigen. Über die tatsächliche Zahl der Täter und ihre Identitäten sei nichts bekannt, betonte sie.
2.000 Männer aus arabischen und nordafrikanischen Ländern
Der damalige Kölner Polizeipräsiden Wolfgang Albers soll die Oberbürgermeisterin jedoch schon vorher davon in Kenntnis gesetzt haben, dass es sich laut den Ermittlungen der Polizei bei der alkoholisierten Menschenmenge vornehmlich um Personen aus dem nordafrikanisch-arabischen Raum gehandelt habe. Deren Zahl wurde auf rund 1.000 beziffert; unterdessen klar, dass es ca. 2.000 Männer waren, die in jener Nacht Jagd auf Frauen machten, um ihnen sexuelle Gewalt anzutun.
2.000 Männer aus dem afrikanisch-arabischen Raum, die sich rund um Dom und Hauptbahnhof ansammeln und Frauen sexuell belästigen, das schien unglaubwürdig. War es aber nicht. Wir Deutschen mussten uns bloß mit den Gepflogenheiten in den Herkunftsländern unserer „neuen Mitbürger“ vertraut machen. Nachhilfe erhielten wir dabei von säkularen oder Ex-Muslimen oder nicht-muslimische Migranten aus muslimischen Ländern. Die alsbald als „rechts“ gebrandmarkt wurden und manch eine oder einer lebt seither unter Polizeischutz.
Galt „der Schock“ zunächst ebenfalls noch als „Einzelfall“, wurde nach und nach klar, dass manch einer seinem Hass auf den Westen gewaltsam Luft machte oder bereits nicht mit guten Absichten eingereist war. Geheimdienstler hatten gewarnt, dass sich unter den massenhaft eingereisten angeblich syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen so mancher islamischer Terrorist befinden könnte.
Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt
Der nächste „Schock“ folgte knapp ein Jahr später: Am 19. Dezember 2016 steuerte ein Sattelzug in den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz. 13 Menschen starben, mindestens 67 Menschen wurden verletzt. Es stellt sich schließlich heraus, dass ein islamischer Terrorist den polnischen Fahrer des LKW ermordet, so das Fahrzeug unter seine Kontrolle gebracht und mitten in die Menschenmenge gesteuert hatte. Als Tatverdächtig gilt der Tunesier Anis Amri. Dieser war bereits in Tunesien wegen Raubes zu fünf Jahren Haft verurteilt. In den Wirren des „Arabischen Frühlings“ kam er nach Lampedusa, gab ein falsches Geburtsjahr an und wurde als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling registriert. Er wurde gewalttätig, gemeinsam mit anderen Bewohnern verprügelte er einen Erzieher und setzte das Heim in Brand, in dem sie untergebracht waren. Es entstand ein Sachschaden von etwa 30.000 €, Anis Amri wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Er fiel weiterhin durch Gewalttätigkeiten auf und die Strafvollzugsbehörde notierte, er habe Zeichen von Radikalisierung und Annäherung an die Ideen des islamistischen Terrorismus gezeigt. Eigentlich sollte er nach Tunesien abgeschoben werden, ihm gelang es jedoch unterzutauchen, er lebte zunächst illegal in der Schweiz und kam 2015 nach Deutschland. Er beantragte unter dem Namen „Amir“ Asyl.
Auch in Deutschland fiel er als radikal-islamisch auf. Heute ist bekannt, dass er Kontakt zu salafistischen Kreisen aufnahm und als „Gefährder“ eingestuft wurde. Zwar wurde sein Asylantrag abgelehnt, er erhielt jedoch eine Duldung. Da er keine entsprechenden Papiere vorweisen konnte – oder wollte – konnte er nicht nach Tunesien abgeschoben werden und sich in aller Ruhe auf das Attentat vorbereiten. Später wurde er beim Versuch der Festnahme in Italien erschossen.
Neben dem polnischen LKW-Fahrer Lukasz Urban überlebten 12 weitere Menschen das Attentat nicht: Anna und Georgiy Bagratuni, Sebastian Berlin, Nada Cizmar, Fabrizia Di Lorenzo, Dalia Elyakim, Christoph Herrlich, Klaus Jacob, Angelika Klösters, Dorit Krebs, Peter Völker und Sascha Hüsges.
Der Israeli Rami Elyakim gehörte zu den Schwerverletzten. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Dalia war er laut „Deutschlandfunk“ nach Berlin gereist. Sie war schon öfter mit ihrer Schwester dort gewesen, nun wollte sie ihrem Ehemann die schönen Weihnachtsmärkte in Berlin zeigen. Rami Elyakim wurde so schwer verletzt, dass er in ein künstliches Koma versetzt wurde. Als er nach Tagen aufwachte, waren seine Kinder bei ihm; sie müssen ihm von dem Tod der Mutter berichten. 40 Jahre waren die beiden ein Paar gewesen!
Noch ein Jahr später litt er schwer an den Folgen der Verletzungen. Den deutschen Behörden wirft er „viele Fehler“ vor:
„Tatsache ist, dass der Attentäter, der uns getroffen hat, im Gefängnis saß, und sie ihn frei ließen, obwohl sie von seinen bösen Absichten wussten, sie haben ihn frei gelassen.“
Auch ansonsten fühlte er sich im Stich gelassen:
„Zu meinem großen Glück hat sich die israelische Regierung um mich gekümmert. Wenn ich auf die Unterstützung der Deutschen hätte warten müsste, hätte ich jetzt, ein Jahr danach, kein Geld mehr, um mir Essen zu kaufen.“
Als Folge des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt werden öffentliche Festivitäten durch Poller oder Betonklötze abgesichert. Diese gleichen Hochsicherheitstrakten. Das verändert nicht nur das „Stadtbild“ zum Nachteil, sondern erhöht nicht eben das Sicherheitsgefühl.
Dass all die Sicherheitsvorkehrungen tatsächlich nicht reichen, zeigte sich am 20. Dezember vergangenen Jahres, als der saudi-arabisch-stämmige Taleb al-Abdulmohsen mit hoher Geschwindigkeit in die Menschenmenge auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt fuhr. Durch den Anschlag starben sechs Menschen: Ein neunjähriges Kind aus Niedersachsen und fünf Frauen im Alter von 45, zwei von 52, 67 und 75 Jahren, André, Else; Jutta, Birgit, Nadine, Rita. Mehr als 300 Personen wurden verletzt.
Stilles Gedenken
Mitte November 2025 organisierte die „Trauerwache Deutschland“ eine Kundgebung in Berlin. Die Gruppe erinnerte in stillem Gedenken an 128 Personen, die seit 2015 durch schwere Gewalttaten von Flüchtlingen und Migranten ums Leben gekommen sind. Dabei wurde auch der Opfer der Attentate auf die Weihnachtsmärkte gedacht. Außerdem beispielsweise an die 14jährige Susanna Feldmann aus Wiesbaden. Das jüdische Mädchen wurde laut Obduktionsbericht am 23. Mai 2018 vergewaltigt und erwürgt. Erst rund zwei Wochen später wurde ihr Leichnam gefunden. Der Täter, der 21jährige Iraker Ali Bashar, konnte sich mitsamt seiner Familie in den Nordirak absetzen. Dort wurde er aufgrund eines Amtshilfeersuchens der deutschen Polizei von kurdischen Behörden verhaftet; der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann, flog höchstpersönlich in den Irak, um den Tatverdächtigen nach Deutschland und somit seiner gerechten Strafe zu überführen. Ali Bashar wurde wegen Mordes und Vergewaltigung angeklagt und zu einer lebenslangen Haftstrafe mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld verurteilt.
168 Todesopfer in 10 Jahren, das bedeutet durchschnittlich 16-17 Tote aufgrund von Migranten-Gewalt pro Jahr. Und das sind noch nicht einmal alle.
Michael Kyrath, dessen Tochter Ann-Marie und deren Freund Danny am 25. Januar 2023 in einem Regionalzug im schleswig-holsteinischen Brokstedt erstochen wurden, schreibt auf der Webseite der „Trauerwache Deutschland“:
„Inzwischen sind wir mit über 1.000
Opferfamilien in Kontakt, die in den letzten 10 Jahren Angehörige verloren
haben...“
Er schließt mit:
„Aufgeben ist keine Option!!!“
Das sei das Lebensmotto seiner Tochter gewesen. Nun hat er es sich zu Eigen gemacht und will nicht eher ruhen, bis die Politik sich dem Problem der Gewalt von Flüchtlingen und Migranten stellt.
Aufgeben ist auch für die „Frauenheldinnen“ keine Option. Deshalb werden sie sich auch in Zukunft den öffentlichen Raum nicht nehmen lassen und weiter auf Missstände hinweisen.
