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Frauenrechtlerinnen in der Türkei

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  Demnächst erscheint bei Marta Press, Hamburg die Publikation   Die feministischen Zeitschriften feminist, Pazartesi, Roza und feminist politika Verlagstext: In der Türkei entstand in den 1980er Jahren eine feministische Bewegung, welche die patriarchale Strukturierung von Machtverhältnissen in der Gesellschaft, traditionelle Geschlechterrollen, sexistische Denkmuster sowie deren institutionelle Verankerung in Frage stellte. Im Zuge der feministischen Bewegung gaben Feministinnen Zeitschriften heraus, die den Aktivistinnen dazu dienten, ihren Sichtweisen und Forderungen Ausdruck zu verleihen, soziale und kulturelle Bedingungen zu verändern und feministische Netzwerke zu schaffen. Die Zeitschriften feminist (1987-2005), Pazartesi (1995-2005), Roza (1996-2000) und feminist politika (2009-2015) wurden in verschiedenen Phasen der feministischen Bewegung in der Türkei herausgegeben. Autorin Gabriele Cloeters untersucht in dieser aufwendigen Studie, wie diese vier Zeitschriften d...

Neues aus der Freiluft-Klapse: Das Selbstbestimmungsgesetz

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        Text Juliane Beer Jeder Mensch in Deutschland soll künftig Geschlecht und Vornamen selbst festlegen und in einem einfachen Verfahren beim Standesamt ändern können. Mal ganz abgesehen davon, dass es auf Deutschlands Ämtern keine “einfachen Verfahren“ gibt, weil die Wartezeit Monate dauert und dann im allerbesten Fall nur ein Stapel Formulare ausgefüllt werden muss, fragt man sich, ob Minister Buschmann und Ministerin Paus, die das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz letzte Woche vorstellten, sich über alle Konsequenzen Gedanken gemacht haben, oder ob dieser neue Blödsinn einfach nur dazu dient, von wirklichen Problemen wie z.B. Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle abzulenken. Zudem dürfte es interessant werden, sobald der nächste Täter wegen Vergewaltigung, Frauenmord oder sexueller Gewalt an Kindern zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird. Warum sollte er die Strafe unter Männern absitzen? Es ist bekannt, was “Kinderfickern“ in der Regel und Frauenmördern un...

Liebe Grüße von einer berufsmäßigen Staatsdelegitimiererin

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        Text: Birgit Gärtner   Offener Brief an Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) Sehr geehrter Herr Haldenwang, Irgendwie scheint da ein Missverständnis vorzuliegen: Als Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) ist es Ihre Aufgabe, Grundrechte wie Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit aktiv zu schützen und nicht jene, die diese wahrnehmen, als Staatsfeind und/oder Querulantin zu diskreditieren. Protest zu delegitimieren, um es in Ihren Worten zu sagen. Eigentlich sollten Sie wissen, dass "Delegitimierung des Staates" weder neu noch originell ist, früher hieß es nur außerparlamentarische Opposition und galt – sofern der Protest friedlich blieb – für die Demokratie als unverzichtbar. Wenngleich Widerspruch und vor allem Widerstand den Herrschenden schon immer ein Dorn im Auge war. „Delegitimierung des Staates“ heißt so viel wie „kritisch hinterfragen“ und ist – eigentlich jedenfalls – das Kernges...