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Buchmesse Seitenwechsel - nicht ganz allein unter Rechten

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  Foto: https://www.beesandbutterflies.de/verlag-rafi-silberhorn/ Text Juliane Beer Am 8. und 9. November fand in Halle an der Saale die Buchmesse „Seitenwechsel“ mit zahlreichen Lesungen und einem Buchangebot von konservativ bis stramm rechts statt. Zusammen mit meiner Blogkollegin, der Journalistin Birgit Gärtner, der Kunsthistorikerin Carola Muysers und augenscheinlich dieser und jenem Messegast vertrat ich die linke Minderheit, fotografiert und vermutlich als Faschistin ins Netz gestellt von einer Antifagruppe, die am Messezugang das Begrüßungskomitee stellte.   Mein Antrieb, mich auf den Weg nach Halle zu machen war neben der üblichen Neugier die Bitte Carola Muysers, ihr am Messesamstag Gesellschaft zu leisten und sie zeitweise am Gemeinschaftsstand einiger Berliner Kleinstverlage, an dem sie ihren neu gegründeten Kunstbuchverlag Rafi Silberhorn vorstellte, zu vertreten. Da meine Blogkollegin Birgit Gärtner akkreditiert war und ebenfalls aus Hamburg anreiste, sagte ich z...

Geburtendschihad – ganz ohne Schwangerschaft

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 Warum die Aufnahme verletzter und traumatisierter Kinder aus Gaza keine gute Idee ist Mehrere Städte möchten verletzte und traumatisierte Kinder aus Gaza und Israel aufnehmen und ihnen medizinische und psychologische Hilfe zuteilwerden lassen. Das klingt nach einem humanistischen Anliegen, denn schließlich ist das Leben im Kriegsgebiet (nicht nur, aber besonders) für Kinder unzumutbar. Für die rund eine Million Kinder in Gaza – aber auch für jene in Israel, das immer noch unter Raketen-Dauerbeschuss steht. Das wird bei der Erzählung über die Schrecken dieses Krieges indes gern vergessen. Doch bei näher Betrachtung hat dieses hehre Ansinnen „G´schmäckle“, wie die Schwaben sagen: Es werden keine israelischen, sondern nur Kinder aus Gaza kommen, ihre Familien, um nicht zu sagen Clans, im Gefolge. Somit bekäme der antisemitische Mob auf unseren Straßen engagierte Unterstützung – und zwar frei Haus und von Staats wegen. Anfang August 2025 machte Hannovers grüner Oberbürgermeister ...

Ein ganz „besonderer Tag“ – für Juden und Kurden

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 Schon historisch waren Juden und Kurden verlässliche Verbündete  Text und Fotos: Birgit Gärtner  Sie leben unter uns – die Juden und die Kurden. Das fällt meistens nicht weiter auf, denn neben vielen anderen haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie verstecken ihre Identität. Bzw. sie müssen sie verstecken, denn sie sind ständigen Anfeindungen ausgesetzt, und diese kommen von denselben Akteuren: Rechtsextremen, Nationalisten, Rassisten und religiösen Fanatikern, deutschen wie türkischen und arabischen. Seit Jahrhunderten tragen und stützen Juden und Kurden, die als Minderheiten in derselben Region lebten und leben, einander – nur dieses Wissen ist fast völlig verloren gegangen. Auf dem „Ersten kurdisch-jüdischen Kongress“ am 7. September 2025 in Berlin, organisiert von der jüdischen „WerteInitiative“ und der „Kurdischen Gemeinde Deutschland“ (KGD), wurde diese Erinnerung wachgerufen. Doch weniger die Vergangenheit, sondern die Zukunft standen im Zentrum der Tagung: Dieses erste ...