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Es werden Posts vom Juli, 2019 angezeigt.

Die Erziehung der linken Frau

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Text: Juliane Beer oder: warum das gemeinsames Aufbegehren gegen männliche Gewalt ausfällt Ab 2015 wanderten mehrere tausend Männer aus Ländern, in denen Frauenrechte teilweise praktisch nicht existieren, nach Deutschland ein. Trotz diesbezüglicher Sozialisation/Erziehung gelingt es einem Teil dieser Männer, keine Gewalt gegen Frauen und Kinder auszuüben. Auch vor 2015 hat es zugewanderte Männer gegeben, die sich in Deutschland unter anderem aufgrund der gesetzlich verankerten Gleichberechtigung wohl fühlten und fühlen. Einem anderen Teil zugewanderter Männer gelingt ein gewaltfreier Umgang mit Frauen nicht. Nicht vor 2015 und nicht danach. Um die soll es im Folgenden gehen. Woran es liegt, dass die einen können, was den anderen nicht gelingt soll nicht Gegenstand dieses Textes sein. Es fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich von uns Frauen, die Beweggründe für männliche Aggressionen und Gewaltausbrüche zu ermitteln. Ebenso wenig ist es unsere Aufgabe, Verständnis...

Ein Angriff auf jede von uns

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(Quelle: https://www.bild.de/news/inland/news-inland/voerde-er-stiess-diese-junge-mutter-vor-zug-aus-purer-mordlust-63439202.bild.html ) Text: BG Der Anschlag auf Anja N. ist ein Angriff auf jede von uns und ein Anschlag auf die westliche Lebensweise. Es gibt keine Möglichkeit, sich vor solchen Anschlägen zu schützen. Theoretisch hätte es auch einen Mann treffen können. Theoretisch. Hat es aber nicht, denn Anja N. war ja nur eine Frau und Jackson B., ein junger Kosovare, befand, dass sie ihr Leben verwirkt hat. Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort, es hätte eine andere da stehen können. Eine andere westliche gekleidete, allein reisende Frau. Er ist ein polizeibekannter Gewalttäter. Eine Frau vor einen einfahrenden Zug zu stoßen, ist Terror und muss endlich auch so behandelt werden. Für uns Frauen ist dieses Land wieder ein Sück unsicherer geworden. Bzw., es ist uns wieder einmal bewusst geworden, dass die Gewalt mit aller Macht in die Öffentlichkeit zurückge...

BDS als populär-kulturelle Performance

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Text: Juliane Beer KünstlerInnen sind keine übermäßig hass-anfälligen ZeitgenossInnen? Mag sein. Aber gegen Mythen, die auf ästhetische Weise die komplizierte Welt erklären sind sie auch nicht gefeit. Ein paar Worte von mir zum (deutschen) Kulturbetrieb, der ja schon immer auf Weltrettung getrimmt war: BDS als populär-kulturelle Performance http://wirtschaftswetter.de/ausgabe193/bdsperformance.html http://wirtschaftswetter.de/ausgabe193/bdsperformance.html

Nur eine Frau

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Text: BG   In Deutschland können Bruderküken auf mehr Mitgefühl hoffen, als Susanna, Nadeshda, Jamila, Zeinab, Elena, Cariba und Roksana. Mitte Juni sorgte ein Urteil für Schlagzeilen: Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig befand, dass das Verbot des Tötens von  männlichen Küken , das 2013 in Nordrhein-Westfalen erlassen wurde, rechtswidrig war. Damit ist das Schreddern oder Vergasen der sogenannten Bruderküken weiterhin bundesweit zulässig – jedenfalls solange, bis Alternativen zur Verfügung stehen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Selbstverständlich bin auch ich für das Verbot dieser barbarischen Praxis. Sogar bin ich für ein Verbot der Massentierhaltung generell. Dennoch – oder gerade deswegen, denn auf ihr Schnitzel lassen die meisten Deutschen ja nix kommen – war ich doch sehr verwundert über die Wellen, die das Leipziger Urteil   auf der Timeline meines Facebook-Profils schlug. Rauf und runter wurde die Nachricht gepostet,...

Es gibt kein Recht auf schlechte Politik machen

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Text: BG So viele führende Politikerinnen wie nie zu vor – und trotzdem geht es uns Frauen so schlecht, wie seit Jahrzehnten nicht. Ein tolles Trio, dem es seit gestern zu gratulieren gilt: Ursula von der Leyen (CDU) zur Wahl zur Präsidentin der EU-Kommission, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zur Ernennung als Verteidigungsministerin und Angela Merkel (CDU) zu der Chuzpe, mal wieder alle anderen zu übergehen.  Drei Spitzenämter, besetzt von Frauen. Schade nur, dass wir Frauen so wenig davon haben. Wir übrigen Frauen, meine ich, die Normalsterblichen, die Elkes und Fatimas, Elenas und Nadeshdas, Mamadees und Hopes, Christinas und Paolas. Nicht in Deutschland, nicht in Europa, nirgends auf der Welt.  Bleiben wir in Deutschland: Noch nie gab es so viele führende Politikerinnen wie gegenwärtig, auch wenn der weibliche Anteil an den Abgeordneten im Bundestag erschreckend niedrig ist. Selbst die CDU hat mit Ilse Aigner und Dorothee Bär weibliche Medienpräsenz....

"Was für ein Vertrauen“ - Jagd auf Frauen in Freibädern und an Schulen durch Strafunmündige

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Text: Juliane Beer Dr. Korenzecher, stramm konservativ, spricht in seinem Jüdische Allgemeine-Monatsbrief an die Leserinnen und Leser aus, was ich seit dem letzten EKD-Kirchentag, mindestens aber seit den letzten Meldungen über Terror gegen Frauen im öffentlichen Raum los werden will, wofür ich aber (Schande über mich) bislang nicht die passenden Worte fand.  Zitat Korenzecher: Der letzte EKD-Kirchentag bot neben der gerade noch gestoppten Einladung eingefleischter BDS-Antisemiten eine derartige Inhaltslosigkeit, dass das als Tagesordnungspunkt angesetzte enthirnte Vulva-Zeichnen und Malen weiblicher Genitale geradezu als Highlight betrachtet werden musste." Zitat Ende. Ja, warum entdeckt die Kirche plötzlich das weibliche Genital (und zwar nicht nur zu Zwecken des Missbrauchs) für sich, ist aber weiterhin unfähig, tagtägliche Gewalt gegen und Mord an Frauen zumindest glaubhaft zu benennen und zu verurteilen? Von Konstruktivem zur Prävention, wie zum...