Was Frauen wollen! Jetzt!
Juliane Beer, Birgit Gärtner (Hrsg.)
Jede sollte in einem Beitrag ganz subjektiv schreiben, was ihre Bedürfnisse, Sorgen und auch Forderungen sind. Die Summe dessen haben wir unter dem Titel „Was Frauen wollen“ zusammengefasst.
Dabei war uns bewusst, dass es für manch eine Frau keine leichte Aufgabe ist, ihre Bedürfnisse und Forderungen zu artikulieren; zu sehr ist sie mit den Bedürfnissen (ihrer) Männer und Kinder befasst. Manchmal vergisst eine darüber sich selbst, manchmal auch die Geschlechtsgenossinnen. Aber wir werden besser.
Wäre es in den 1950er Jahren noch aufsehenerregend gewesen, Frauen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen, die über die Schaffung ein sauberes, gemütliches Heims für Mann und Kinder hinausgehen, überhaupt nur zu fragen, ist diese Frage im Wellness-Zeitalter zwar scheinbar erwünscht; doch Antworten, die manch eine Frau gibt, sind nach wie vor unerwünscht, nämlich dann, wenn sie Männern Grenzen auferlegen.
Wir freuen uns, dass Frauen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen in dieser Anthologie ihre Bedürfnisse, Wünsche und Forderungen äußern.
Denn - wie heißt es so schön:
Frauen, die nichts fordern, bekommen auch nichts.
Der Sammelband soll der Auftakt sein für eine (hoffentlich) breite Debatte über Frauenrechte, -kämpfe und -perspektiven. Wir freuen uns, dass 15 Frauen diesem Aufruf gefolgt sind und Texte beigesteuert haben.
Der Verkaufserlös geht an die Biologin Marie-Luise Vollbrecht. Vollbrecht wagte es vor einiger Zeit, die biologische Tatsache, dass es zwei Geschlechter gibt, auszusprechen. Daraufhin ging ein Shitstorm auf sie nieder, von dem sie sich nach eigenen Angaben bis heute nicht erholt hat. Sich gegen Wahnsinn zu wehren kostet neben Nerven auch Geld.
