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Hitler im Gender-Test

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Text Juliane Beer Buchbesprechung: Hitler en détail – und wieder fehlt das Volk Hitler in einem neuen Licht betrachten wollen die AutorInnen des soeben erschienenen Buches Fatale Männlichkeiten – Kollusive Weiblichkeiten, Zur Furorewelt des Münchner Hitler, Folgen über Generationen Zentrale These: Hitlers fatale (= tötungsorientierte) Männlichkeit habe die Shoa erst möglich gemacht, lanciert vom uneingestandenen weiblichen Mitwirken, der kollusiven Weiblichkeit. Zur AutorInnengruppe, hier Resonanzgruppe genannt, gehören Lerke Gravenhorst, Jürgen Müller-Hohagen, Hanne Kircher, Karin Schreifeldt und Ingegerd Schäuble. Alle sind oder waren beruflich im psychotherapeutischen, soziologischen oder kunstpädagogischen Bereich tätig und haben bereits zum Thema Nationalsozialismus gearbeitet. Drei von ihnen outen sich als NS-Täter- oder Mitläufer-Kinder. Als entscheidend für die Entstehung des Buches wird in der Einleitung der fachliche Austausch zwischen zwei der AutorInnen ...

41 Jahre iranische Revolution

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                                                 Text Juliane Beer Im Iran sitzen TeilnehmerInnen der Straßenproteste vom November 2019 im Knast, wo sie Willkühr und Gewalt ausgesetzt sind. Und verschleierungsunwillige und emanzipierte Frauen, Homosexuelle und RegimekritikerInnen haben schon lange, nämlich seit 1979, nichts mehr zu lachen, weitgehend unbeachtet von deutscher Presse und Politik.    Das auswärtige Amt wird indes auch dieses Jahr eine/n VertreterIn zum feierlichen Empfang der iranischen Botschaft entsenden. Lediglich  der deutsche Bundespräsident wollte "ein Zeichen" setzen, oder besser, kein Zeichen setzen, nämlich keine Grußbotschaft zum Jahrestag der "Revolution" schicken. Wir waren begeist...

Linke Verhältnisse - Teil III

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  Text: Birgit Gärtner W ie die Linke den Islam lieben lernte   Anfang der 1980er Jahre bekam die Friedensbewegung aufgrund der aktuellen Kriegsgefahr und des Wettrüstens der beiden Blöcke – West und Ost – Aufschwung. Hunderttausende demonstrierten in Bonn, Millionen artikulierten ihren Friedenswillen schriftlich, z. B. mit dem „Krefelder Appell“. Die Friedensbewegung war erfolgreich, es wurde abgerüstet, Friedensverhandlungen geführt. Damit hatte sie sich nicht unbedingt überflüssig gemacht, jedoch war ein starker Rückgang zu verzeichnen. Der Zusammenbruch des Sozialismus ließ kurzfristig die Hoffnung auf eine friedlichere Welt aufkeimen. Leider wurde diese Hoffnung zunichte gemacht. Als die Mauer in Berlin fiel, hatten gerade der Iran und der Irak im 1. Golfkrieg acht Jahre erbittert gegeneinander gekämpft, 1991 kam es zum Einmarsch irakischer Truppen in Kuwait. Das war der Beginn des 2. Golfkriegs und des 1. Irakkriegs. 10 € für den irakischen Widers...