Das Dirndl - keine bayerische, sondern eine ostwestfälisch-jüdische Erfolgsgeschichte
Text: Birgit Gärtner, Foto: Pixabay "Erfinder" oder besser gesagt Trendsetter waren die Gebrüder Julius und Moritz Wallach, alpinbegeisterte Juden, die den Teutoburger Wald gegen die Alpen tauschten und das traditionell ostwestfälische Handwerk des Leinewebens nach Bayern brachten. Das Oktoberfest wird mittlerweile nicht mehr nur in München, sondern im ganzen Land gefeiert. Jeder Ort, jede Einkaufmeile, jedes Möbelhaus, jedes größere Restaurant, kurzum, jeder, der was auf sich hält, lädt ein zum „Oktoberfest“. Mal kleiner, mal größer, aber immer mit den beiden Charakteristika Maßkrug und Dirndl. Doch kaum jemand weiß, dass das Dirndl gar keine Bayern zum Modetrend machten, sondern ostwestfälische Juden. Die allerdings von Bielefeld nach München zogen und dort ein Trachtenmodengeschäft, das „Volkskunsthaus Wallach“, eröffneten. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde ist vermutlich so alt wie die Stadt Bielefeld, erste Trachten kamen im 15. Jahrhundert auf und das Lei...