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Es werden Posts vom Juni, 2019 angezeigt.

Dicke Luft an der Marx-Front

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Text: Juliane Beer Im Neuköllner Bezirksverband Die LINKE, dominiert von der Gruppierung Marx21, gab es letzte Woche Aufruhr. Grund: Der Vorsitzende der Linksfraktion in der Neuköllner BVV, Thomas Licher, beklagte in einem Brief (liegt uns vor) die einseitige Ausrichtung des Bezirksverbandes. Er mahnte beispielsweise an, dass es in Neukölln neben MuslimInnen auch andere marginalisierte Gruppen gäbe, z.B. Sinti und Roma, auf die die LINKE ihr Augenmerk legen müsste. Ob man MuslimInnen in Neukölln als marginalisierte Gruppe bezeichnen kann ist eine diskussionswürdige Frage, die aber offenbar im linken Bezirksverband noch nie erörtert und auch nicht von Licher angestoßen wurde. Klar ist natürlich: MuslimInnen sind von Diskriminierung betroffen, so auch in Neukölln. Klar ist aber auch: Männer aus arabischen und muslimisch geprägten Ländern sind ebenso Täter, wie in Neukölln beispielsweise von »Ehrlos statt wehrlos – Bündnis gegen Neuköllner Unzumutbarkeiten« öffentlich gemacht ...

Die Demokratie hat viele Feinde - und Feindinnen

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Text: BG Warum der „Kampf gegen Rechts“ nicht bei Neonazis und Pegida aufhören darf Heute bekam ich eine Einladung von einem Bekannten zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Kultur braucht Vielfalt“. Bezogen auf Hamburg soll diskutiert werden, inwieweit friedliches Zusammenleben aller unterschiedlichen Kulturen in unserer schönen Stadt gewährleistet werden kann. Dieses friedliche Zusammenleben scheint nur von einer Seite bedroht – vom Rechtspopulismus. Das jedenfalls ist dem Begleittext zu entnehmen. Nun soll diskutiert werden, welchen Beitrag Kultur im „Kampf gegen Rechts“ leisten kann. Ehrlich, es nervt allmählich. Erstens ist Vielfalt nicht zwangsläufig Kultur: Die (Voll)verschleierung von Frauen und Mädchen ist keine Kultur, der wir uns irgendwie annähern, geschweigen denn sie akzeptieren müssten, sondern Barbarei. Zwangsehen sind keine Kultur, sondern Barbarei. Kinder-Ehen sind keine Kultur, sondern Barbarei. Genitalverstümmelung – von Mädchen und ...

Protest gegen die Ausstellung „Munaqabba – Frau in Vollverschleierung, Deutschland“ im Kölner Atelierzentrum Ehrenfeld

Der Irrsinn nimmt und nimmt keine Ende. Nach der Ausstellung "Contemporary Muslim Fashion" in Frankfurt halten es die NRW-Kulturministerin, das NRW Landesbüro "Freie Darstellende Künste" und das Kulturamt der Stadt Köln für geboten, die Foto-Ausstellung „Munaqabba – Frau in Vollverschleierung, Deutschland“ zu finanzieren und zu promoten. Es werden die Meinungen von den Frauen präsentiert, die nicht möchten, dass ihre Stimme von Männern gehört wird und die die volle Verschleierung als Schutzraum empfinden. Eine Reihe von Frauen fragten sich: "Welche förderwürdige Botschaft sendet diese Ausstellung aus? Auf welches politische Mandat bezieht sich Ihre Entscheidung zur Förderung der Ausstellung? Wir wollen friedvoll zusammenleben und befürworten eine vielfältige Gesellschaft. Dank der Demokratie in diesem Land können Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, mit verschiedenen Kulturen und Religionen friedlich miteinander oder nebeneinander leben, in...

Deutschland vs. Antisemitismus

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Text: Juliane Beer Nach vollzogener Iranreise unseres Ministers Maas (ja, der, der wegen der Shoa in die Politik ging und deshalb gern international mit Gleichgesinnten Austausch pflegt*) kann man jetzt im Internet den nächsten deutschen Streich zum Thema Antisemitismus bestaunen. Auf einer neuen Seite gibt es Tipps und Tricks für den Alltag, auch Argumentationshilfe und ein paar Verständnisanschubser. Unter der Rubrik MuslimInnen und Antisemitismus wird eingeräumt, dass es das tatsächlich geben könnte. In kleinen, radikalen Kreisen. Aber denen könne man beikommen. Mit den dargeboteten Textbausteinen. Das und viel Erhellendes mehr findet man unter  https://www.stopantisemitismus.de/  . Gut lesbar und farblich ansprechend aufgemacht unter Mitarbeit zum Beispiel des Zentralrats der Muslime. Ja genau der Zentralrat. Der, der 10.000 bis 20.000 von etwa 4 Millionen in Deutschland lebenden MuslimInnen vertritt und dessen Vorsitzender Mazyek die Scharia für ve...

Prostitution - Emanzipation oder Frauenverachtung?

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Text Jb Die Ansichten zu Prostitution gehen auseinander. Prostitution ist Menschenverachtung. Dass Menschen sogar den eigenen Körper vermieten müssen um zu überleben, ist eine kapitalistische Perversion, sagen KämpferInnen für das schwedische Modell (Freierbestrafung). Prostitution ist eine Arbeit wie jede andere. Die Selbstorganisation der SexarbeiterInnen und ihr Kampf für Selbstbestimmung und bessere Arbeitsbedingungen sollten unterstützt werden, fordert die Gegenseite. Aber würde sich überhaupt noch jemand prostituieren, wenn jeder Mensch über ein bedingungsloses Grundeinkommen verfügte? Bereits im Vorfeld verursachte die geplante Live Radio-Sendung viel Wirbel. Carmen G. und Sophie Obinger, beide von der Initiative Frauen*streik, wollten ursprünglich auf dem Podium die Pro-Prostitution-Seite vertreten. 5 Tage vor der Sendung sagten sie ihre Teilnahme ab, weil sie in der Diskussionsteilnahme von Vertreterinnen von Sisters e.V. ein Zitat Anfang "ungleiches Mac...

"KulTürk" – fragwürdige islamische Studierendenvereinigung an der Uni Bielefeld

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Text: BG Verehrung dubioser Helden und Eroberungsphantasien garnieren öffentliches Fastenbrechen mit prominenten Israelhassern Was ist bloß an den Unis los? Offenbar wird wissenschaftlicher Raum zunehmend von religiösen Fanatikern und Großmachtphantasten okkupiert – ganz legal und ohne jeglichen Widerspruch. Ein Beispiel dafür ist die islamische Studierendenvereinigung „KulTürk“ an der Uni Bielefeld. Laut Eigenbeschreibung auf deren Facebook-Seite handelt es sich um eine „Plattform von türkischsprachigen Studierenden für Kommilitoninnen und Kommilitonen verschiedenster ethnischer Herkunft und Interessenten der islamischen Religion und der türkischen Kultur. Wir verstehen uns als frei denkende und unabhängige Hochschulgruppe ohne materielles Gewinnstreben. Die Gruppe ist offen für alle Ideen, Nationalitäten und Religionen. Zu unseren grundlegenden Zielen gehört der interkulturelle Austausch und die Förderung wechselseitiger Beziehungen in sprachlicher, geschichtlicher u...

Veranstaltungshinweis zum Thema Prostitution

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Text Jb Verhindert ein bedingungsloses Grundeinkommen Prostitution? Die Ansichten zu Prostitution gehen auseinander. Prostitution ist Menschenverachtung. Dass Menschen sogar den eigenen Körper vermieten müssen um zu überleben, ist eine kapitalistische Perversion, sagen KämpferInnen für das schwedische Modell (Freierbestrafung). Prostitution ist eine Arbeit wie jede andere. Die Selbstorganisation der SexarbeiterInnen und ihr Kampf für Selbstbestimmung und bessere Arbeitsbedingungen sollten unterstützt werden, fordert die Gegenseite. Aber würde sich überhaupt noch jemand prostituieren, wenn jeder Mensch über ein bedingungsloses Grundeinkommen verfügte? Darüber sprechen wir am 9. Juni von 16 bis 19 Uhr live aus Speiches Blueskneipe und über rockradio.de mit diesen Gästen (wir bitten um Verständnis, dass wir auf Wunsch auf einige Klarnamen verzichten) : Achtung, Änderung vom 4. Juni : Carmen G. und Sophie Obinger haben ihre Teilnahme heute abgesagt, weil sie in de...