Hitler im Gender-Test
Text Juliane Beer Buchbesprechung: Hitler en détail – und wieder fehlt das Volk Hitler in einem neuen Licht betrachten wollen die AutorInnen des soeben erschienenen Buches Fatale Männlichkeiten – Kollusive Weiblichkeiten, Zur Furorewelt des Münchner Hitler, Folgen über Generationen Zentrale These: Hitlers fatale (= tötungsorientierte) Männlichkeit habe die Shoa erst möglich gemacht, lanciert vom uneingestandenen weiblichen Mitwirken, der kollusiven Weiblichkeit. Zur AutorInnengruppe, hier Resonanzgruppe genannt, gehören Lerke Gravenhorst, Jürgen Müller-Hohagen, Hanne Kircher, Karin Schreifeldt und Ingegerd Schäuble. Alle sind oder waren beruflich im psychotherapeutischen, soziologischen oder kunstpädagogischen Bereich tätig und haben bereits zum Thema Nationalsozialismus gearbeitet. Drei von ihnen outen sich als NS-Täter- oder Mitläufer-Kinder. Als entscheidend für die Entstehung des Buches wird in der Einleitung der fachliche Austausch zwischen zwei der AutorInnen ...